Kniescheibenschmerzen
Schmerzen an der Kniescheibe
Kniescheibenschmerzen (Schmerzen an der Kniescheibe) können bei Betroffenen vor allem das Treppengehen und das Wandern beeinträchtigen. Die Kniescheibe (lat. Patella) ist ein dreieckiger Knochen, der vor dem Knie liegt und die Reibung des vierköpfigen Oberschenkelmuskels vermindert und seine Hebelwirkung verstärkt. Desweiteren schützt sie das Kniegelenk. Dies sind Faktoren, die bei Kniescheibenschmerzen mit bedacht werden müssen.
Schmerzen an der Kniescheibe:
Synonyme
Beschwerden bei Kniescheibenschmerzen
Ursachen von Kniescheibenschmerzen
Synonyme
Patellaschmerzen, retropatellarer Knorpelschaden, Patellaluxation, Patellalateralisation, Patellakrepitationen, Patellaarthrose, Chondropathia patellae, Theaterknie, cinemapain, patellare Schmerzen, kneecap pain, patella pain, Schmerzen an der Kniescheibe, Kniescheibenschmerzen.
Symptome und Beschwerden bei Kniescheibenschmerzen
Häufig treten Kniescheibenschmerzen beim Bergabgehen oder beim Treppengehen auf. Viele Menschen klagen auch über Schmerzen beim Hinknien oder bei langem Stehen. Auch treten beim sogenannten „cinemapain“ oder „Theaterknie“ des öfteren Schmerzen hinter der Kniescheibe nach langem Sitzen auf.
Häufige Schmerzpunkte sind neben der Kniescheibe oder oben auf der Kniescheibe drauf. Nach dem Konzept des Fasziendistorsionsmodells (FDM) handelt es sich hierbei um sogenannte Kontinuumdistorsionen (CD). Dies sind Störungen im Übergang zwischen Knochen und Band oder zwischen Knochen und Sehne. Da das Kniegelenk insgesamt durch seine instabile Knochenstruktur mit vielen Bändern gesichert werden muss, können hier Schmerzen in den Übergängen auftreten, die als sehr punktuell und stechend empfunden werden.
Ursachen von Kniescheibenschmerzen
Die Kniescheibe ist in den vierköpfigen Oberschenkelstreckmuskel eingebettet, dessen Hebelwirkung zur Streckung des Knies sie verstärkt. Zusätzlich dient sie ihm als Gleitlager und vermindert seine Reibung auf dem Knie.
Durch ihre Lage vor dem Knie ist die Kniescheibe ein Schutz für das Kniegelenk. Aber durch dies Lage ist sie natürlich bei Stürzen häufig betroffen. Sie kann dann seitlich herausrutschen (meist nach aussen) oder beschädigt werden (Retropatellare Knorpelschäden). Ist sie einmal herausgerutscht (Luxation), besteht eine Prädisposition zum weiteren zukünftigen Herausrutschen. Man nimmt auch an, daß Stürze den Knorpel hinter der Kniescheibe nachhaltig schädigen und zu einer veränderten Beanspruchung desselben führen kann.
Gleitet die Knieschiebe nicht mehr richtig in ihrer Rinne vor dem Kniegelenk (Patellalateralisation), so kann dies zu Beschwerden führen. Die Kniescheibe kann immer häufiger herausrutschen und dies kann zur dauerhaften Instabilität und Abnutzung (Patellaarthrose/ Chondropathia patellae) mit Schmerzen oder hörbaren Reibegeräuschen (Krepitationen) führen. Für die Betroffenen kann dies sehr einschränkend in ihrem Alltag sein, da vor allem beim bergab- oder treppabgehen Schmerzen auftreten und natürlich das Herausrutschen der Kniescheibe äusserst schmerzhaft ist. Da gerade beim angebeugten Knie eine Menge Druck hinter der Kniescheibe lastet, treten auch meist Beschwerden beim langen Sitzen mit gebeugtem Knie („Theaterknie“ oder „Cinemapain“ genannt) oder beim Hinhocken auf.
Die Kniescheibe, ihre Funktion als Hebel und das Gleiten in der Rinne sind natürlich abhängig von den Funktionen des Oberschenkelstreckers, der Gesamtstatik des Beckens und der Beine, sowie der Gefäss- und Nervenversorgung aus dem unteren Rücken und dem allgemeinen Stoffwechsel. Deswegen ist es wichtig, bei Patienten mit Kniescheibenschmerzen auch nach chronischen Durchblutungsstörungen, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen oder Gesäßschmerzen zu fragen. Beim Auftreten von Beschwerden an der Kniescheibe und dem darauffolgenden therapeutischen Ansatz sind diese Faktoren mit zu berücksichtigen, wie dies in der Osteopathie und im Rolfing geschieht. Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, (25.11.2009)