Liebeskummer

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Beinahe jeder durchlebt in seinem Leben mindestens einmal Liebeskummer. Obwohl Liebeskummer in der Regel mit seelischen und körperlichen Symptomen einhergeht, wird diese Form des Leidens selten in medizinischem Zusammenhang gesehen. Welche Beschwerden dieser Prozess im Einzelnen mit sich bringt und wie lange der Liebeskummer anhält, bevor der Blick wieder zuversichtlich nach vorne gerichtet werden kann, ist sehr individuell und hängt nicht zuletzt von früheren Erfahrungen und erlernten Bewältigungsstrategien ab. Lesen Sie von sinnlichen Seelentröstern und sanfter Medizin aus der Naturheilkunde, die den Prozess des Liebeskummers erleichtern können.

Inhltsverzeichnis:
Liebeskummer
Synonyme
Liebeskummer verläuft immer anders
Symptome
Naturheilkunde bei Liebeskummer
Geschichten mit therapeutischer Kraft

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Synonyme

Liebeskummer, Liebesschmerz, Liebeskrankheit, Herzschmerz aus Liebe.

(Bild: K.- P. Adler/fotolia.com)
Liebeskummer ist insbesondere für junge Menschen oftmals schwer zu verarbeiten. (Bild: K.- P. Adler/fotolia.com)

Liebeskummer verläuft immer anders

Liebeskummer stellt sich immer dann ein, wenn unsere Liebe nicht oder nicht mehr erwidert wird, in der Regel meldet er sich nach einer Trennung. Vor allem betroffen vom Kummer ist die verlassene Person, die häufig „wie vom Blitz getroffen“ zurückbleibt. Die Empfindungen und Reaktionen ähneln denen, die uns auch als Trauerreaktionen nach dem Tod eines nahestehenden Menschen begegnen, obgleich dem Liebesschmerz nach einer Trennung die Endgültigkeit des Todes fehlt. Doch so sehr man auch versucht, den Prozess von außen zu objektivieren, so sehr empfindet jeder Mensch seinen Liebesschmerz als einzigartig.

In den meisten Fällen heilt die Zeit die Wunden. Auf dem Weg zur Heilung reagieren wir so, wie wir es gewöhnlich bei emotionalem Stress und tiefgreifenden Veränderungen tun. Manchmal mit Angst, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen, manchmal mit Wut, Abwehr, Schuldzuweisungen und Rachsucht. Während der Eine das Gespräch sucht, um zu verstehen, zieht eine Andere sich zurück und „schmort im eigenen Saft“. Liebeskummer kann Wochen andauern, Monate oder Jahre. Erst wenn wir den Verlust akzeptieren und die vergangene Beziehung in unseren „inneren Erfahrungsschatz“ integrieren, können wir den Blick wieder frei in die Zukunft richten und uns einer neuen Partnerschaft öffnen. Bleiben wir emotional oder gedanklich in Verzweiflung, Hoffnung, der schönen Vergangenheit, in Hass oder Depression stecken, ist das manchmal ein Hinweis auf unzureichende Bewältigungsstrategien, wie sie oftmals in früheren Beziehungen, z.B. in der eigenen Ursprungsfamilie, erlernt bzw. nicht erlernt wurden. Dann kann es sinnvoll sein, sich ein Stück professionell begleiten zu lassen.

Symptome

Liebeskummer kann zu vielfältigen körperlichen und seelischen Beschwerden führen. Vielfach sorgen innere Unruhe und Grübeleien für Schlafstörungen, die ihrerseits tagsüber zu Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen führen. Der Appetit lässt nach oder der Versuch, körpereigene Glückshormone durch Schokoladenzufuhr freizusetzen, endet in unzähmbaren Heißhungerattacken. Das Herz fühlt sich „schwer“ oder „zerrissen“ an und nicht selten ist der Herzschmerz körperlich deutlich spürbar. Doch auch der Magen zieht sich manchmal zusammen, es können sich Übelkeit und Bauchschmerzen einstellen. Meist geht der Liebeskummer mit Selbstwerteinbußen und depressiven Verstimmungen einher, die jedoch auch in eine andauernde Depression und Selbstmordgedanken münden können.

Naturheilkunde bei Liebeskummer

Die heilkundige Hildegard von Bingen mischte bereits vor tausend Jahren ihr „Storchenschnabel-Mischpulver“ aus Geranien, Poleiminzen und Weinraute zusammen, um damit Herzleiden zu lindern, die aus Traurigkeit und Pessimismus entstanden sind. Es ist anzunehmen, dass auch damals zahlreiche Liebeskranke mit Herzschmerzen von dieser Mischung profitierten.

Die Rose galt schon in der Antike als Blume der Liebe. Zu Rosenwasser kondensiert, soll der Duft ihrer Blüten Geist und Herz öffnen und hitzige Gefühle besänftigen. Ein angenehm temperiertes Bad mit farbigen Rosenblüten kann über die Sinne dazu verhelfen, die Selbstliebe (wieder) zu stärken. Genauso soll sich ein verletztes Herz durch einen Tropfen Rosenöl erholen, der mehrmals täglich in der Mitte des Brustbeins aufgetragen wird.

Heute sind viele weitere Blüten bekannt, denen eine ausgleichende Wirkung auf das Seelenleben zugesprochen wird. Auch die Bachblütentherapie kann die Verarbeitung des Liebeskummers unterstützen. Als echter „Seelentröster“ ist Star of Bethlehem bekannt, der die Trauer begleitet, bis der stärkste Schmerz nachlässt. Herrschen Hass und Wut vor, kann Holly das Gemüt kühlen, während White Chestnut hilft, sich wieder auf andere Dinge zu konzentrieren. Wer ewig in der Vergangenheit schwelgt, braucht vielleicht Honeysuckle, um den Schritt in die Gegenwart zu vollziehen. Zuversicht und Optimismus können mit Gentian geweckt werden und wenn sich die Bereitschaft zur Veränderung im Inneren bereits entwickelt hat, ist Walnut oftmals das Sprungbrett in eine neue Lebensphase.

Geschichten mit therapeutischer Kraft

Seit Menschen Sprache gebrauchen, werden Lebenserfahrungen in Erzählungen und Geschichten weitergegeben. Zwar ist diese Tradition im Alltag hierzulande immer seltener geworden, es hat sich in den vergangenen Jahren jedoch ein psychotherapeutischer Zweig entwickelt, der sich mit der heilenden Kraft von Geschichten und Metaphern beschäftigt. Diese heilenden Geschichten wirken eher indirekt und suggestiv, sie sollen nicht analysiert, sondern vielmehr intuitiv aufgenommen werden und innere Prozesse in Gang setzen. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)