Lymphknotenschwellung, mögliche Ursachen
Lymphknotenschwellung (Lymphom) – mögliche Ursachen
Lymphknotenschwellungen (Lymphome ) können lokal, also in einer bestimmten Körperregion oder generalisiert, d.h. (nahezu) am gesamten Körper auftreten. Sie variieren außerdem in Größe, Form, Konsistenz und Schmerzhaftigkeit, was dem Diagnostiker erste Hinweise auf die Ursachen geben kann. In den meisten Fällen sind Lymphome gutartig, z.B. im Rahmen einer Erkältung oder Entzündung. Besteht jedoch ohne erkennbare Ursache eine Lymphknotenvergrößerung über mehrere Wochen, ist ein Arztbesuch zur Abklärung dringend anzuraten.
Geschwollene Lymphknoten entstehen meist durch bakterielle und virale Infektionen Am häufigsten kommt es im Rahmen von allgemeinen Infektionen und Entzündungen zu gutartigen Lymphknotenschwellungen. Im Bereich des Lymphabflussgebietes einer starken lokalen Entzündung kann es auch zur Entzündung der Lymphknoten selber kommen (Lymphadenitis).
Bei bakteriell oder viral verursachten Infektionen, Erkältungen, Mandelentzündungen (Tonsillitiden), Scharlach , Pfeiffersches Drüsenfieber schmerzen die Lymphknoten, tasten sich weich und lassen sich mit den Fingern gut verschieben.
Weiche Lymphome im Bereich von Nacken und Hinterkopf mit kleinfleckigem Hautausschlag und mäßigem Fieber deuten auf Röteln hin. Treten Lymphknotenschwellungen an mindestens zwei Körperstellen (ausgenommen der Leisten!) auf, schmerzen diese leicht bei Druck und bleiben mehr als drei Monate bestehen, kann es sich um eine ansteckende HIV-Infektion (AIDS) handeln.
Bösartige Lymphome sind meist schmerzlos, hart und „verbacken“Lymphknoten, die schmerzlos, hart und zudem nicht verschieblich (sondern mit der Umgebung „verbacken“) sind, können auf bösartige Erkrankungen hindeuten. So kann beispielsweise bei Brustkrebs (Mammakarzinom) eine Lymphknotenmetastase in der Achselhöhle entstehen.
Finden sich Lymphome am Hals oder mehreren Körperstellen und bestehen evtl. zusätzlich ein auffallender Gewichtsverlust und starkes nächtliches Schwitzen, sollten die Hodgkin-Krankheit, ein Non-Hodgkin-Lymphom, Leukämie und Tuberkulose ausgeschlossen werden. Die Therapie erfolgt nach der Grunderkrankung. Zum Einsatz von naturheilkundlichen Maßnahmen bei gutartigen Lymphomen lesen Sie auch die weiteren Artikel. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin, 04.01.2010)