Nasenlaufen, ständig laufende Nase

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Auch außerhalb von Heuschnupfensaison und Erkältungszeit klagen manche Menschen über ein stetes Laufen der Nase (Ständiges Nasenlaufen). Anders als bei den bekannten Schnupfenformen scheint sich jedoch kein Auslöser zu finden. Die Betroffenen bekommen schlecht Luft, müssen ständig Taschentücher dabei haben und sich Fragen nach einer Erkältung stellen lassen. Zusätzlich kommt es durch die Atembehinderung zu einer Änderung der Kopfhaltung, bei Kleinkindern kann es gar zum Auftreten von Gleichgewichtsstörungen kommen.






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Funktionen von Nase und Nasenschleimhaut

Die Nase wärmt und feuchtet die Luft an und filtert sie. Dabei kann unsere Nase schon im normalen Zustand bis zu zwei Liter Schleim pro Tag produzieren. Der Schleim ist sauer (pH- Wert 5.5 – 6.5) und seine Wirkung ist gegen Mikroben gerichtet. In punkto Temperatur stellt sie ein wahres Wunder dar, in dem sie die Temperatur innerhalb der Nase konstant bei 30 Grad zu halten versucht. Es ist auch normal, dass die Nasenlöcher asymmetrisch durchblutet werden und anschwellen. Mal kann man durch das eine, dann wieder durch das andere besser atmen.

Bei einer laufenden Nase ist die Schleimhautdurchblutung erhöht, somit kommt es zu einer vermehrten Schleimproduktion und einem Anschwellen der Schleimhäute. Hier ist eine durchgängige Hyperaktivität zu verzeichnen. Die Antwort nach der Hyperaktivität ist selten in der Nase selbst zu finden. Als Hintergrund ist es wichtig zu wissen, dass das lymphatische System der Nase mit dem anderer Schleimhäute, wie zum Beispiel dem Darm, kommuniziert. Der in der Klinik häufig zu beobachtende Zusammenhang zwischen Dünndarm und Nase, erklärt sich so auch theoretisch.

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Oftmals steht eine ständig laufende Nase im Zusammenhang mit einer Allergie. (Bild: drubig-photo/fotolia.com)

Osteopathischer Erklärungsansatz

In diesem Zusamenhang hat der Hamburger Osteopath Peter Wührl, D.O. zwei Möglichkeiten aufgezeigt: Entweder sind in diesem Schleimhautsystem bestimmte Bereiche nicht richtig aktiv, weswegen die Nasenschleimhaut quasi als Kompensation mit vermehrter Aktivität versucht wettzumachen oder es sind schon andere Bereiche hyperaktiv und das reizt die Nase zusätzlich.

Anatomisch kommt ein Teil der Nervenversorgung (sympathischer Anteil) aus der oberen Brustwirbelsäule. Durch mechanische Probleme in dieser Region oder auf dem Weg der Nerven bis zur Nasennebenhöhle kann es zu Beeinträchtigungen kommen, die zu einer fehlerhaften Durchblutung der Schleimhaut führen könnten.

Um diesen Erkenntnissen Rechnung zu tragen, müssen in Untersuchung und Behandlung der ständig laufenden Nase der Zustand der Darmflora, Pilzinfektionen, Schwermetallbelastungen, (Zahn-)Herde, funktionelle Problem im Bereich der Wirbelsäule und eine Regulierung des Immunsystem berücksichtigt sowie an einen vasomotorischen Schnupfen und „versteckte“ Allergien gedacht werden. (Dipl.Päd. J. Viñals Stein, Heilpraktikerin)

1: S. Hofschlaeger  / pixelio.de