Schmerzen unterhalb der Kniescheibe

Schmerzen Kniescheibe

Schmerzen Knieschneibe

Schmerzen unterhalb der Kniescheibe (lat. Patella) stellen häufig ein Problem des Ansatzes des Oberschenkelstreckmuskels dar. Die Kniescheibe ist in diesen vierköpfigen Muskel, der das Relief unseres vorderen Oberschenkels bildet, eingebettet und läuft auf dem Knie. Sie dient als Gleitlager für den Muskel- sie vermindert die Reibung und erhöht den Hebel des Muskels zur Kniestreckung. Betroffene klagen häufig über Schmerzen bei Belastung bei Bergabgehen und Treppensteigen.

Schmerzen Knieschneibe:
Synonyme
Beschwerden und Symptome
Ursachen von Schmerzen hinter der Kniescheibe

 

Synonyme

Vorderer Knieschmerz, Ansatztendinose Pes anserinus, Ansatztendinose Tuberositas tibiae, Patellaspitzensyndrom, Chondropathia patellae, Beschwerden unterhalb der Kniescheibe, jumper´s knee, Springerknie, patellofemoral pain syndrome, pain, Schmerzen Kniebscheibe, Kniescheibenschmerzen.

Beschwerden und Symptome

Es gibt eigentlich zwei Arten von Schmerzen: Die die meisten Betroffenen klagen über punktuelle Schmerzen direkt unter der Kniescheibe und manche noch über Ziehen an oder neben die Kniescheibe.
Zumeist treten die Schmerzen beim Berglaufen, Bergabgehen, Treppensteigen, Wandern, Laufen oder beim Hochkommen aus der Hocke auf. All diesen Bewegungen ist gemein, dass die sie den Zug und den Druck auf die Kniescheibe und die Sehne, in die sie eingebettet ist, erhöhen.

Ursachen von Schmerzen hinter der Kniescheibe

Zwischen Kniescheibenende und Sehnenansatz befindet sich noch ein Schleimbeutel, der auch bei einer Druckerhöhung zur Entzündung neigt. Der Ansatz der Sehne am Knochen ist häufig bei einem Beschwerdebild betroffen, das Morbus Osgood- Schlatter (Osgood- Schlatter- Krankheit) genannt wird. Die Krankheit ist nach einem amerikanischen (Robert Osgood) und einem schweizer Chirurgen (Carl Schlatter) benannt- die unabhängig voneinander die Problematik thematisierten. Das Beschwerdebild tritt meist bei 11-13 Jährigen auf. Man nimmt an, daß ein Ungleichgewicht zwischen Belastung des Ansatzes der Sehne und der Verknöcherung besteht und somit eine Reizung und Abriss von einzelnen Knochenstückchen entstehen kann. Die Schmerzen sind lokal und treten bei Belastung oder Berührung auf. Fast dasselbe kann auch etwas seitlich daneben an einem anderen Knochenvorsprung auftreten, der Pes anserinus genannt wird. Hier setzen mehrere Muskeln aus verschiedenen Richtungen an, die zu einer sogenannten Ansatztendinose führen können.
In der manuellen Diagnostik und Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) handelt es sich hierbei um Störungen im Sehnen- Knochen- Übergang, die mit starkem Daumendruck behandelt werden. Teilweise werden Punkte im zweistelligen Bereich gefunden und behandelt.

Beim Patellaspitzensyndrom wiederum liegen das Problem und die Beschwerden an der unteren Spitze der Kniescheibe. Es sind vor allem Menschen über 15 Jahre betroffen, die viel im Sport oder bei der Arbeit springen müssen. Wenn sogar Teile der Kniescheibe ausreissen und absterben, dann spricht man von Morbus Sinding- Larsen- Johansson, von dem aber meist männliche Jugendliche betroffen sind. All diesen Beschwerden ist gemein, daß neben der lokalen Therapie der Spannungsminderung am Ansatz der Kniescheibensehne, die gesamte Statik angeschaut und in die Therapie miteinbezogen wird, wie dies zum Beispiel in den meisten 10 Behandlungssitzungen nach dem Modell des Rolfing geschieht.

Auch sollte dabei beachtet werden, ob evtl. Nervenreizungen vorliegen. Deshalb ist es wichtig, in der Eingangsuntersuchung Vorerkrankungen wie Bandscheibenvorfall oder Wirbelgleiten und Beschwerden wie Rückenschmerzen, Hüftschmerzen oder Leistenschmerzen mit zu berücksichtigen, da die versorgenden Nerven des Knies aus der Lendenwirbelsäule kommen und schon dort oder auf ihrem Weg mechanisch gereizt werden und die Symptomatik verschlimmern können. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 25.11.2009)


Bild: Jutta Rotter /Pixelio.de