Schnupfen (Rhinitis)

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Schnupfen kann als Symptom einer Erkrankung oder als eigenständige Affektion auftreten. Kennzeichnend sind eine Entzündung der Nasenschleimhaut mit behinderter Nasenatmung, Niesreiz und wässriger bis schleimiger Absonderung. Es gibt akute und chronische Verlaufsformen infektiöser und nichtinfektiöser Ursachen.






Akuter Schnupfen ist meist infektiösen Ursprungs, fast immer durch das Eindringen von Viren, v.a Rhinoviren. Die typischen Beschwerden (s.o.) werden dabei in der Regel von allgemeinem Krankheitsgefühl und weiteren Erkältungssymptomen wie Husten, Halsschmerzen und evtl. Fieber begleitet (Erkältungskrankheit). Der Schnupfen ist dabei ein Versuch des Körpers, Erreger und Giftstoffe auszuleiten und damit eher als Heilprozess denn als Krankheit zu betrachten. In der Naturheilkunde werden jährlich ein bis zwei Erkältungen bei einem gesunden Menschen als Hausputz des Körpers betrachtet, die Absonderung von Schleim als Mittel zur Entgiftung. Entsprechend kommen idealerweise nicht unterdrückende sondern den Sekretfluss unterstützende Behandlungsverfahren zum Einsatz.

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Chronischer Schnupfen geht meist auf eine Allergie zurück. (Bild: drubig-photo/fotolia.com)

Chronische-infektiöser Schnupfen tritt als eigenständiges Leiden auf oder schließt sich einem häufig wiederkehrenden akuten Schnupfen an. Oft findet sich eine Veranlagung zu Allergien und eine Infektanfälligkeit im Bereich der oberen Atemwege, sog. lymphatische Erkrankungen. Ein solcher Katarrh zeigt sich mit schleimig-eitriger Sekretion, Kopfschmerzen oder eingeschränktem Riechvermögen. Er kann unbehandelt in eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) übergehen oder als Komplikation einer Mittelohrentzündung (Otitis) auf die Ohrtrompeten, was Schwerhörigkeit zur Folge habe kann.

Allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica), auch als Heuschnupfen (Pollinose) bekannt, ist meist begleitet von starken wässrigen Absonderungen aus der Nase, Niesanfällen, Tränenfluss Rötung, Juckreiz oder Brennen der Augen. Manchmal zeigen zusätzlich sich Quaddeln auf der Haut (Nesselfieber), Husten mit Atemnot (Asthma allergica). In ca. 80% sind Gräserpollen Auslöser für den saisonalen allergischen Schnupfen, seltener Bäume und Sträucher, die im Frühjahr den nur zwei- bis dreiwöchigen „Frühlingsschnupfen“ verursachen. Tierhaare oder Hausstaubmilben dagegen können ganzjährig zu allergischem Schnupfen führen.

Vasomotorischer Schnupfen
Der vasomotorische Schnupfen ähnelt in seiner Ausprägung der allergischen Rhinitis, es sind aber keine Allergene nachzuweisen. Es wird eine vegetative Störung der Nasenschleimhautgefäße vermutet, die überempfindlich bei psychischer Belastung, bei Alkoholkonsum oder nach plötzlichem Wechsel der Außentemperatur (z.B. im Winter das Haus betreten oder in die Kälte) reagiert.

In Abgrenzung zu diesen, relativ einfach zu erkennenden Schnupfenformen kommt es nicht selten auch zu einem ständigen Nasenlaufen, das sich nicht recht in die bekannten Verläufe einordnen lässt, und für die aus Sicht der Naturheilkunde verschiedene Ursachen angenommen werden. (Dipl.Päd. J. Viñals Stein, Heilpraktikerin)

1: Dieter Schütz  / pixelio.de