Steifer Nacken

Steifer Nacken - Schmerzen im Nacken

In der Medizin ist ein steifer Nacken meist ein Symptom von schweren Erkrankungen wie der Gehirnhautentzündung (Meningitis) oder anderen. Aber der Begriff wird oftmals von Menschen gebraucht, bei denen keine schwere Erkrankung, sondern eine funktionelle Problematik zugrunde liegt. Betroffene klagen meist zusätzlich über Nackenverspannungen oder auch Nackenstechen (Stechen im Nacken) in Zusammenhang mit langem Sitzen, z.B. bei oder nach Schreibtisch- oder Computerarbeiten.

Steifer Nacken:
Steifer Nacken
Synonyme
Symptome
Ursachen Steifer Nacken

Synonyme

HWS- Syndrom, Nackenschmerzen, Steifer Nacken, Halswirbelsteifigkeit, Steifheit im Nacken.

Symptome

Viele der Betroffenen klagen über eine verminderte Drehung des Kopfes. Manche der von Nackensteifigkeit betroffenen können den Kopf zwar drehen, aber nur unter Schmerzen und extremer Kraftaufwendung. Gerade nach langer Anspannung kann es zum Gefühl kommen, dass der Nacken und die Halswirbelsäule „wie eingerostet“ sind und dass es seitlich starke Spannungen vom Hinterkopf zu den Schultern herunter gibt (Verlauf des Trapezmuskels). Beim Nach- Vorne- Nehmen des Kopfes klagen auch viele über verminderte Beweglichkeit des Kopfes und ein Ziehen vom Hinterkopf bis zwischen die Schulterblätter (auch Verlauf M. Trapezius und tiefe Rückenstrecker).

Ursachen Steifer Nacken

Funktionelle Ursachen für steifen Nacken: Die ziehenden Einschränkungen, die viele der Betroffenen bei Bewegungen, vor allem dem Drehen des Kopfes, angeben, folgen meist dem Verlauf des Trapezmuskels. In einer manuellen Methode der Diagnostik und Behandlung nach der Körpersprache, dem Fasziendistorsionsmodell (FDM), geht man davon aus dass es die bindegewebigen Überzüge des Muskels sind, die verklebt sind (sogenannte Triggerbänder) und gelöst werden müssen. Anschliessend muss durch viel Bewegung der Bereich wieder durchblutet und gelockert werden.

In dem manuellen Konzept der Osteopathie geht man davon aus, dass oftmals ein starker Zug von vorne, evtl. durch Nach- Vorne- Beugen bei Schreibtisch- oder Computerarbeit die hinteren Rücken- Muskeln dazu zwingt, dauerhaft angespannt zu sein und zu verhärten. Dazu werden meist die vorderen Strukturen, wie z.B. die Brustmuskeln oder die oben liegenden Bauchorgane bewegt und gelockert. Rein symptomatisch ist es auch wichtig, erst einmal die hintere Muskulatur zu lockern. Oftmals geschieht dies durch die Behandlung von sogenannten Triggerpunkten. Zusätzlich werden die Betroffenen oftmals noch in der Halswirbelsäule mobilisiert und getreckt.

Nach und zusätzlich zu den Behandlungen ist es sinnvoll, wenn ein Schreibtisch- Arbeitsplatz mit Monitor besteht, die Monitor- und Schreibtischhöhe individuell einzustellen. An vielen Arbeitsplätzen gibt es mittlerweile Maßnahmen, dass die Höhen überprüft und notfalls neu eingestellt werden. Perspektivisch sollten die Betroffenen sich in kurzen Abständen Pausen einräumen und den Kopf bewegen und die Augen durch Fernakkomodation entspannen- dadurch kommt meist der Kopf nicht immer weiter nach vorne und die hinteren Strukturen im Hals- und Nackenbereich werden entlastet. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)


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