Trockene Augen
Trockene Augen - Augen trocken
Trockene Augen - Augentrockenheit, ständig.
Viele Menschen leiden unter ständig trockenen Augen. Die Ursachen für dieses Leiden können sehr vielschichtig sein. Wir zeigen auf, welche Hintergründe Augentrockenheit haben kann und was man selbst tun kann.
Trockene Augen sind ein weit verbreitetes Problem. Das Problem bei Augentrockenheit besteht in einer mangelnden Benetzung des Auges, z.B. durch Sekretionsstörung. Sehr viele Ursachen können für das Symptom verantwortlich sein, das vor allem als unangenehmes Reiben empfunden wird. Nicht zuletzt, weil die Reizung dauerhaft zu Entzündungen führen kann, sollte der Trockenheit entgegengewirkt werden. Besonders aus dem Fundus der Erfahrungs- und Naturheilkunde stehen dazu Möglichkeiten bereit.
Tockene Augen:
Synonyme
Trockene Auge und Begleitsymptome
Mögliche Ursachen für trockene Augen
Behandlungsmöglichkeiten trockene Augen
Verhaltenstipps zur Vermeidung trockener Augen
Synonyme
Augentrockenheit, Trockene Augen, Trockenheitsgefühl in den Augen, Syndrom des trockenen Auges, Konjunktivitis sicca, Keratokonjunktivitis sicca, trockene Augen, Augen trocken, Hyperevaporatives trockene Auge, Dry Eyes, chronically dry eyes, Dry eye syndrome, DES, Chronic Dry Eye, office eye Syndrom, gamer´s eye, gamer eye.
Trockene Auge und Begleitsymptome
Trockene Augen werden vor allem als Reiben und Stechen, als Sandkorn- oder Fremdkörpergefühl wahrgenommen. Je nach Ursache kann das trockene Gefühl in den Augen mit Brennen, Jucken, Augenrötung und Augenmüdigkeit einhergehen, manchmal klagen Betroffene zusätzlich auch über Augenflimmern oder einem Wechsel von Augentrockenheit und verstärktem Tränenfluss. Besonders morgens nach dem Aufwachen sind die Augen ausgetrocknet und lassen sich nur schwer öffnen. Meist sind beide Augen betroffen, es kann aber auch zu einseitiger Augentrockenheit kommen. Unbehandelt kann die Trockenheit durch das Reiben zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis sicca) oder Hornhautentzündung führen.
Mögliche Ursachen für trockene Augen
Es gibt zahlreiche Ursachen für Augentrockenheit. Als Symptom bei Bindehautentzündung und Rheuma oder als Nebenwirkung von Medikamenten (z.B. „Pille“) und Schlafmangel tritt die Augentrockenheit sehr häufig in Erscheinung. Vielfach besteht das Problem aber auch bei Frauen nach den Wechseljahren, weil sich im Rahmen hormoneller Umstellungen eine verminderte Funktion der Tränendrüsen einstellen kann. Zu lange Tragezeiten von Kontaktlinsen mit geringer Sauerstoffdurchlässigkeit und niedrigem Wassergehalt, die überdies schlecht sitzen, können Trockenheit und Reizung ebenfalls fördern.
Umwelteinflüsse, die trockene Augen bedingen können sind außerdem Staub, Rauch, Ozon, UV-Strahlen, trockene Hitze in Sauna oder beheizten Räumen, Klimaanlagen, Wind, Zugluft und Kosmetika. Weitere Ursachen bestehen in altersbedingtem Tränenmangel und Vitamin-A-Mangel, der unter anderem durch Leberfunktionsstörungen entsteht. Nach den Erfahrungen der Traditionellen Chinesischen Medizin stehen Augenbeschwerden und –erkrankungen immer auch mit Störungen der Leber in Zusammenhang, während die indische Heilkunde sie mit übermäßiger (energetischer) Hitze assoziiert.
Wird über lange Zeit ferngesehen oder am Bildschirm gearbeitet oder gespielt, kann es zu einer Verzögerung der Lidschlagfrequenz, die ebenfalls zu trockenen Augen (sogenanntes Office Eye Syndrom oder Gamer Eye) führen kann. Schließlich kann auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr verantwortlich für Augentrockenheit sein. Diese könnte durch Engpässe für die Gefäße oder für die versorgenden Nerven entstehen. Einseitige Augentrockenheit kommt weniger häufig vor und ist dann gewöhnlich durch Zugluft, einseitiger Bindehautentzündung oder mangelndem Lidschluss zurückzuführen, etwa bei Lähmung eines Augenlids.
Behandlungsmöglichkeiten trockene Augen
Während die konventionelle Medizin auf Linderung durch künstliche Tränenflüssigkeit zur lokalen Benetzung setzt, hält die Naturheilkunde weitere Maßnahmen bereit, der Augentrockenheit durch innere Anwendungen entgegenzuwirken. Dahinter steht die Annahme, dass auch die Augen mit dem gesamten Organismus verbunden sind.
Bei Entzündungsprozessen, bei Verdacht auf Rheuma, Leberstörungen und weiteren organische Erkrankungen, sollten ärztliche Untersuchungen erfolgen.
Äußerlich können nach Erfahrungen des Ayurveda Aloe vera –Gel und Rosenwasser den Augen Kühlung und Feuchtigkeit spenden. Zur innerlichen Anwendung wird Süßholz empfohlen, das ebenfalls befeuchtend und kühlend wirken soll (Achtung bei Bluthochdruck!).
Die chinesische Heilkunde arbeitet bei Augenbeschwerden mit Heilkräutern, denen u.a. ein Bezug zum Lebermeridian zugesprochen wird. Durch die Behandlung von Akupunkturpunkten auf diesem Meridian sollen weiterhin ursächliche Energieschwächen ausgeglichen werden.
Aus der mechanischen Sicht naturheilkundlicher manueller Behandlungsformen wie der Osteopathie, und hier speziell der kraniosakralen Osteopathie, wird versucht, die Zuflusswege für alle Gefäße bei einer funktionellen Problematik mit mechanischem Druck oder Zug frei zu machen.
Verhaltenstipps zur Vermeidung trockener Augen
Menschen, die ständig vor dem Bildschirm sitzen, sollten in regelmäßigen Abständen den Blick bewusst für einen Moment auf ein anderes Ziel richten bzw. zwischenzeitlich die Lider für einige Sekunden schließen. Die Augen sollten immer wieder einmal frische Luft bekommen, insbesondere bei Aufenthalt in beheizten oder klimatisierten Räumen. Kontaktlinsenträger können die Beschwerden lindern, indem sie eine Tragepause (vorzugsweise) in der Tagesmitte einbauen. In jedem Fall sollte ausreichend Wasser getrunken werden, um innere Austrocknung zu vermeiden. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin 27.08.2010)