Allergieprävention während der Schwangerschaft

Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft machen sich viele Eltern sorgen, dass das eigene Kind an einer Erkrankung leiden könnte. Dabei bereitet insbesondere das Thema Allergien vielen werdenden Eltern Sorgen. Gerade, wenn bereits ein Elternteil an einer Allergie leidet, möchte man dies seinem eigenen Kind ersparen. Doch gibt es Präventivmaßnahmen, die das Kind während der Schwangerschaft vor Allergien schützen?


Das Immunsystem

Während der Schwangerschaft ist eine genaue Beobachtung des Immunsystems von Mutter und Kind wichtig. Dabei werden die Abwehrkräfte des Kindes signifikant von der Umgebung der werdenden Mutter beeinflusst. Das bedeutet, dass eine Mutter, die in einer eher ländlichen Umgebung lebt und somit auch in Berührung mit „Keimen“ kommt, das Immunsystems des Kindes bereits stärken kann.

Zahlreiche Faktoren können in der Schwangerschaft Auswirkungen auf das Allergierisiko des ungeborenen Kindes haben. Auch lässt sich hier bereits der Grundstein zur Allergieprävention legen. (Bild: Subbotina Anna/fotolia.com)

Die Ernährung

Um eine vollwertige Versorgung des Kindes zu gewährleisten, braucht es eine ausgewogene Ernährungsweise der Mutter. Dabei gilt der Ausspruch „Essen für zwei“ wirklich, achten Sie jedoch auf eine gesunde Ernährungsweise mit den richtigen Nährstoffen. Vitamine und ausreichend Mineralstoffe, wie zum Beispiel Eisen und Folsäure, sind stark erforderlich. Diese Nährstoffe erhalten Sie natürlich nicht aus Fast Food, sondern aus frisch zubereiteten Speisen sowie genügend Obst und Gemüse. Auch die regelmäßige Einnahme von Fischspeisen kann das Immunsystem des Kindes stärken.

Medikamente, Zigaretten und Alkohol

Dass die Einnahme von Alkohol oder das Rauchen von Zigaretten äußerst schädlich für das ungeborene Baby ist, sollte jedem klar sein. Auch passives Rauchen stellt eine erhebliche Gefahr für Sie und vor allem für das Kind dar. Zudem erhöht das Einatmen von Rauch das Aufkommen einer Allergie, wie zum Beispiel allergisches Asthma. Machen Sie daher Ihrer Umgebung deutlich, dass Sie ein Kind in sich tragen.

Falls Sie rezeptpflichtige Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt ausreichend informieren, ob sich diese negativ auf die Gesundheit des Kindes auswirken könnten.

Der Umgang mit Tieren

Wenn die Schwangerschaft beginnt, sind sich viele Eltern unsicher, wie der richtige Umgang mit dem geliebten Tier aussehen soll. Trotzdem eines vorweg: Das Tier muss nicht abgegeben werden. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Der Kontakt zu Haustieren ist für Schwangere grundsätzlich kein Problem, doch sollten im Sinne der Allergieprävention einige Regeln beachtet werden. (Bild: eight8/fotolia.com)

Wenn Sie folgende „Regeln“ für Ihr Zuhause befolgen, minimieren Sie die Möglichkeit einer Allergie erheblich:

  • Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände! Gerade, wenn Sie eine Mahlzeit einnehmen wollen, sollten Sie die Speisen mit gewaschenen Händen verzehren, damit Sie keine möglichen Allergene zu sich nehmen.
  • Wenn Sie Katzen als Haustiere halten, sollten Sie das Säubern der Katzentoilette Ihrem Partner überlassen. Katzen können sogenannte Toxoplasmose-Erreger übertragen, die Sie nur mithilfe einer Antibiotikatherapie behandeln können.
  • Lassen Sie Ihr Tier unbedingt regelmäßig bei Ihrem Tierarzt durchchecken. Essentielle Impfungen und die Früherkennung möglicher Krankheiten ist äußerst wichtig.

Weiterführende Literatur

Die Allergologin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Imke Reese gibt in ihrem kostenlosen Ratgeber ausführliche Tipps zum Thema „Allergieprävention bei Kindern“. Dort findet man zudem ein Interview mit dem Kinderpneumologen Prof. Dr. med. Christian Vogelberg, der sich dem Thema der Hyposensibilisierung bei Kindern widmet. (Charleen Tesch, Redaktion NeoAvantgarde)