Abnehmen: Lautes Nein sagen macht dünner

Versuchungen widerstehen: Beim Abnehmen kann es helfen, laut Nein zu sagen

Viele Menschen, die ihr Gewicht reduzieren wollen, sind oft nur bedingt erfolgreich, weil sie allzu oft leckeren Versuchungen nicht widerstehen können. In einer Studie hat sich nun gezeigt, was in solchen Fällen helfen kann: Wenn einen das Verlangen nach Köstlichkeiten quält, sollte man einfach nur laut „Nein“ sagen.


Abnehmen klappt oft nicht

Um schneller schlank zu werden, setzen viele Menschen oft auf Ernährungsprogramme, die beispielsweise auf wenig Fett oder wenig Kohlenhydrate setzen. Häufig wird zudem empfohlen, viel Eiweiß zu konsumieren. Von ungesunden Lebensmitteln wie Süßigkeiten oder Chips sollte man aber besser die Finger lassen. Doch leider klappt dies allzu oft nicht und man greift zu den Kalorienbomben. Britische Forscher konnten nun in einer Studie zeigen, was oft helfen kann, Verlockungen zu widerstehen: einfach laut „Nein“ sagen.

In einer neuen Studie hat sich gezeigt, wie man ungesunden Lebensmitteln wie Süßem oder Chips besser widerstehen kann: indem man laut „Nein“ sagt. (Bild: dream79/fotolia.com)

Immer wieder lauern Versuchungen

Wohl jeder Mensch kennt Heißhungerattacken, bei denen man quasi aus dem Nichts heraus einen unbändigen Appetit auf etwas Süßes oder Heißhunger auf Chips bekommt.

Wenn man diesem immer wieder nachgibt, ist die Gefahr groß, dicker zu werden. Doch wie kann man solchen Verlockungen widerstehen?

Indem man einfach laut „Nein“ sagt, berichten Wissenschaftler aus Großbritannien.

Untersuchung mit übergewichtigen Personen

Forscher der University of Leeds beschäftigten sich in einer Studie damit, „die Machbarkeit einer kurzen Intervention zu untersuchen, um Fälle von nachsichtiger Energieaufnahme zu reduzieren“, so die Autoren im Fachjournal „Clinical obesity“.

Dazu führten die Wissenschaftler eine Untersuchung mit 45 übergewichtigen Personen durch. Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt und acht Wochen lang untersucht.

Von den Teilnehmern der Kontrollgruppe wurde verlangt, alle vier Tage einen Fragebogen auszufüllen.

Die Selbstüberwachungsgruppe erhielt die gleichen Anweisungen, man bat sie aber auch, bei Gelegenheiten, die zu vermehrter Nahrungszufuhr führen, „Nein“ zu sagen.

Die Feedbackgruppe wurde gebeten, dasselbe zu tun, aber zusätzlich ein Foto oder eine Beschreibung der Verlockung zu schicken, auf die sie „Nein“ gesagt hatten. Auf diese gab es dann ein Feedback.

Alle Studienteilnehmer konnten Verlockungen öfter widerstehen

Laut den Studienautoren beendeten 80 Prozent der Probanden die Studie. In 63 Prozent der Fälle war der Fragebogen ausgefüllt worden. Insgesamt waren 87 SMS mit Fotos oder Beschreibungen der Versuchung versendet worden.

Den Angaben zufolge konnten alle Studienteilnehmer die Anzahl von Momenten, in denen sie einer Verlockung erlegen waren, reduzieren.

Von den Teilnehmern der Kontrollgruppe wurde die Anzahl um 4,1 Momente pro Woche reduziert, von denen der Selbstüberwachungsgruppe um 13,8 Momente wöchentlich und die Probanden der Feedbackgruppe verringerte sie um 9,0 Momente pro Woche.

Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Sowohl die Selbstbeobachtung und das Nein-Sagen, als auch die Selbstbeobachtung und das Nein-Sagen kombiniert mit Feedback waren als einfache Möglichkeiten zum Widerstehen von Versuchungen erfolgreich. (ad)