Abnehmen: Nebenbei-Diät statt sich negatives Hungern

Ganz nebenbei und nach den Richtwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
Fast immer ist eine Diät auch eine Qual. Wer gerne isst, muss sich zwingen weniger zu essen, um Kalorien einzusparen. Ernährungsexperten sagen aber: Es geht auch ohne Hungern- mit der „Nebenbeidiät“. Wir das funktioniert, beschreiben Experten der Stiftung Warentest.


Ohne Anstrengung abnehmen
Wer sich zu dick fühlt, versucht es mit verschiedensten Methoden, überflüssige Pfunde los zu werden. Manche setzen auf besonders viel Sport, andere auf eine genau einzuhaltende Diät. Besonders verbreitet ist, möglichst auf Fett oder auf Kohlenhydrate zu verzichten. Allerdings bleiben populäre Diäten meist ohne Erfolg, wie Untersuchungen immer wieder zeigen. Zudem können sie in manchen Fällen der Gesundheit schaden. So wurde erst kürzlich berichtet, warum Low-Carb-Diäten meistens keine gute Idee sind. Ernährungsexperten zufolge ist es nicht gesund, komplett auf Kohlenhydrate zu verzichten. Um Verzicht geht es ohnehin nicht immer, wenn man sein Gewicht reduzieren will. Zumindest nicht bei der sogenannten „Nebenbei-Diät“. Mit dieser soll das Abnehmen ohne den sonst üblichen Stress funktionieren.

Nebenbei abnehmen- so heißt die neue Diät-Devise. Bild: karepa-fotolia

„Nebenbei-Diät“ der Stiftung Warentest
Bei der „Nebenbei-Diät“ der Stiftung Warentest, die in mehreren Büchern veröffentlicht wurde, wird nicht gehungert, sondern einfach ausgetauscht. In „Die Nebenbei-Diät – Schlank werden für Zwischendurch“ werden Alternativen aufgezeigt, die Kalorien sparen und trotzdem satt und glücklich machen. Die Ernährungswissenschaftlerin Elisabeth Lange gibt viele Tipps und listet zahlreiche Fakten zum Thema Ernährung auf. Die Tipps, die als „alltagstauglich“ beschrieben werden, sind wissenschaftlich gesichert und erfüllen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Bei dem Doppelseiten-Konzept steht links, was dick macht und rechts, womit man in derselben Situation Kalorien spart, aber keine Zeit verliert. Zum Band „Die Nebenbei-Diät – Schlank werden für Berufstätige“ schrieb das „Zeit“-Magazin: „Normalerweise empfehlen wir keine Diätbücher. Dieses ist so seriös, dass wir es trotzdem mal tun .“

Alternativen zu Kalorienbomben
Auf den übersichtlich gestalteten, reich bebilderten Doppelseiten stehen Kalorienbomben den gesünderen, aber nicht aufwändigeren Alternativen gegenüber. So wird beispielsweise aufgezeigt, dass sich durch Tomatensauce statt fettiger Spaghetti Carbonara oder Kartoffelknödeln statt Pommes Frites viel Kalorien einsparen lassen. Zudem sollte die Wahl besser auf Hamburger statt Hot Dog oder Fischrötchen statt Döner fallen. Beim Abnehmen hilft es zudem, das Essen selber zuzubereiten. Das Essen aus Eigenproduktion ist in der Regel weniger verarbeitet und viel kalorienärmer als die entsprechenden Supermarkt-Artikel. Einfache Rezepte gibt es von den Experten auch. (ad)