Es war erst Spaß: Am Meer im Sand mit Parasiten-Würmer angegriffen

Sebastian

Es sollte nur ein Spaß sein: Jugendlicher fängt sich am Strand gefährliche Parasiten-Würmer ein

Es sollte nur ein Spaß sein: Ein Junge fängt sich am Strand gefährliche Parasiten-Würmer ein. An den Folgen leidet er noch immer. Seine Freunde hatten den 17-jährige Michael Dumas bis auf den Kopf im lockeren Sand am Strand eingegraben. Dort aber bohrten sich die parasitären Würmer in seinen Körper. In Folge erlitte der junge Mann eine langwierige Infektion mit schmerzhaften Auswirkungen.


Schmerzhafte Infektionen

Medienberichten zufolge machte der 17-jährige Michael Dumas aus Memphis (US-Bundesstaat Tennessee) am 20. Juni mit einigen Freunden einen Ausflug zum Pompano Beach in Südflorida. Die Jugendlichen hatten eine gute Zeit, fotografierten sich gegenseitig und buddelten Michael schließlich im Sand ein. Das war ein fataler Fehler, denn dies bescherte dem Jungen eine schmerzhafte Infektion mit Parasiten-Würmern. Auch andere Mitglieder der Gruppe wurden infiziert.

Die Würmer drangen in die Haut ein und verursachten zum Teil schwere Infektionen. (Bild: Daniel Etzold/fotolia.com)

Blasen und Beulen an den Beinen

Laut einem Bericht von „CBS Miami“ litt der Teenager nach dem Tag am Strand an Ohrenschmerzen und bekam einen Hautausschlag mit schmerzhaften Blasen und Beulen an Füßen und Beinen.

Die Ärzte diagnostizierten schnell einen schweren Fall von Hakenwürmern. Den Angaben zufolge haben sich mindestens vier weitere Personen aus der Gruppe an diesem Tag infiziert.

Michaels Mutter, Kelli Dumas, berichtete, wie ihrem Sohn die Füße von der Infektion anschwollen und wie es war, als Dermatologen die Würmer am Körper des Jungen einfroren.

„Als sie den flüssigen Stickstoff verwendeten, konnte er tatsächlich fühlen, wie sich die Würmer in seinem Körper bewegten“, sagte sie gegenüber „Action News Jax“.

Junge muss noch immer behandelt werden

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC können Hakenwurmlarven die Haut von Menschen durchdringen.

Die Infektionen erfolgen demnach in der Regel durch Barfußlaufen auf kontaminierten Böden.

Laut Medienberichten muss Michael Dumas noch immer zuhause behandelt werden und unter anderem seine Füße jeden Tag in Bleichwasser einweichen.

Am Strand besser Schuhe tragen

Die Familie Dumas habe sich an die Bezirksbeamten in Florida gewandt, um andere über die Parasiten am Pompano Beach zu warnen, erhielten nach eigenen Angaben aber keine Hilfe.

„Wie viele Leute waren seit dem 19. Juni am Strand?“, soll die Mutter die zuständige Gesundheitsbehörde gefragt haben.

„Wie viele Leute waren am Strand, seit ich sie am 17. Juli angerufen habe?“ Die Behörde habe ihr mitgeteilt, es sei nicht ihre Aufgabe, sich darum zu kümmern.

In sozialen Medien teilte sie zudem mit, dass ihr das Gesundheitsamt Pompano Beach erklärte, dass jeder weiß, dass man am Strand Schuhe tragen soll, weil man sonst Parasiten bekommen kann.

Doch sie erwiderte: „Ich versichern ihnen, jeder weiß das nicht!“

Schrecklicher Urlaub

Wie gefährlich Strandspaziergänge ohne Schuhe werden können, musste vor einigen Monaten auch ein Paar aus Kanada erfahren.

Die beiden reisten in die Dominikanische Republik und infizierten sich dort ebenfalls mit Hakenwürmern.

Auch bei ihnen entwickelten sich die juckenden Stellen zu schmerzhaften geschwollenen Blasen und ungewöhnlichen Beulen. Ihr Urlaub endete im Alptraum. (ad)