Klinikum Kassel: OP-Besteck war steril

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Klinikum Kassel: Trotz nachgewiesener Rückstände war das OP-Besteck steril

04.02.2011

Anfang Januar diesen Jahres wurde bekannt, dass das Klinikum Fulda auf das OP-Besteck anderer Krankenhäuser angewiesen ist, da immer wieder hygienische Mängel in der eigenen Abteilung auftraten. Aus diesem Grund fordert man derzeit medizinische Werkzeuge aus anderen Kliniken an, so auch vom Klinikum Kassel. Bei einer Überprüfung eben jener gelieferten Operationswerkzeuge stellte sich gestern heraus, dass auch diese über hygienische Mängel in Form von Ablagerungen verfügten. Heute teilte nun das Klinikum Kassel mit, dass trotz der Ablagerungen die gelieferten Instrumente steril waren. Bei einer eingeleiteten Untersuchung konnte festgestellt werden, dass zwar Ablagerungen vorhanden waren, allerdings an dem OP-Besteck keine organischen Rückstände feststellbar waren. Die Klinikleitung teilte in diesem Zusammenhang mit, dass eine Sterilität der OP-Instrumente zu jeder Zeit zu 100 Prozent gegeben war. Zudem hätte zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Gesundheit der Patienten vorgelegen. Derzeit ist die Zentralsterilisation aufgrund weiterer Untersuchungen vorübergehend geschlossen. Daher sei die Patientenversorgung derzeit nur eingeschränkt möglich.

Klinik erstellt Maßnahmenpaket
Damit sich allerdings solche Vorfälle nicht wiederholen, wolle man einen Katalog für weitere Maßnahmen erarbeiten. Hierbei sollen neue Regeln festgelegt werden, um Rückstände an den medizinischen Werkzeugen künftig zu vermeiden. Genaue Angaben zu dem Inhalt der neuen Richtlinien wollte die Klinikleitung allerdings nicht machen. Zunächst werde man die Regularien dem Regierungspräsidium Hessen heute vorstellen. Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) hatte bereits gestern angekündigt, die Vorkommnisse in Fulda und in Kassel durch Gesundheitsbehörden genau untersuchen zu lassen. Zudem wolle man weitere Ausbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte, Ärzte und technisches Personal anbieten, damit sich solche hygienischen Mängel an den Instrumenten nicht noch einmal wiederholen. (sb)

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Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de