Rückruf bei Lidl, Netto, Penny: Gefährliche Bakterien in Iglo-Tiefkühl-Petersilie

Krankheitserreger in Tiefkühl-Kräutern: Iglo ruft Petersilie zurück

Das Nahrungsmittelunternehmen iglo hat einen Rückruf für „iglo Petersilie 40g“ gestartet. In einer Charge des Tiefkühl-Produkts besteht der Verdacht auf VTEC Bakterien. Diese Keime können zu gesundheitlichen Problemen führen.


Bei Lidl, Netto und Penny im Verkauf

Das Nahrungsmittelunternehmen iglo ruft Tiefkühl-Kräuter der Variante Petersilie zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, besteht in einer Produktcharge des Produktes „iglo Petersilie 40g“ der Verdacht auf VTEC Bakterien. Diese Keime können zu gesundheitlichen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber, Übelkeit und Erbrechen führen. Nach Angaben von iglo wurde die betroffene Charge ausschließlich an Lidl, Netto und Penny ausgeliefert.

Iglo hat einen Rückruf für „iglo Petersilie 40g“ gestartet. Bei einer Untersuchung einer Probe waren VTEC Bakterien gefunden worden. Diese können zu fieberhaften Magen-Darm-Störungen führen. (Bild: Iglo)

VTEC Bakterien gefunden

Wie iglo berichtet, waren in dem vom Rückruf betroffenen Produkt bei einer Untersuchung einer Probe VTEC Bakterien (Verotoxin bildende E.coli) vorgefunden worden.

Zurückgerufen wird das Produkt mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.2019 und der Codierung L 8030CR005 / Uhrzeit 14:00 – 22:00, die auf der Verpackungsseite angegeben ist.

Da es sich hier um einen sehr begrenzten Produktionszeitraum handelt, bittet das Unternehmen nicht nur den Code, sondern auch die genannte Uhrzeit zu beachten.

Verbraucher werden gebeten, die relevanten Produkte „iglo Petersilie 40g“ zu entsorgen. Der Kaufpreis für das benannte Produkt sowie gegebenenfalls die Portokosten würden erstattet.

Betroffene Ware nicht verzehren

Das Unternehmen warnt vor dem Verzehr der relevanten Charge.

Die Bakterien „könnten bei rohem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen, wie unter anderem zu fieberhaften Magen-Darm-Störungen führen“, heißt es in der Mitteilung.

Gesundheitsexperten zufolge äußern sich solche Erkrankungen meist innerhalb einer Woche nach Infektion mit Beschwerden wie Durchfall, starken Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe mit blutigen Durchfällen entwickeln.

Und laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) entwickelt sich bei fünf bis zehn Prozent der Erkrankten, insbesondere bei Kindern im Vorschulalter, „im Anschluss an die Darmbeschwerden (ca. einer Woche nach Beginn des Durchfalls) ein schweres Krankheitsbild“. (ad)