Superkräfte: Rote Beete schützt Menschen vor zahlreichen Krankheiten

Alfred Domke

Rote Beete versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen

In Großmutters Küche war Rote Beete oft nur in gekochter Form als Beilage zu herzhaften Gerichten zu finden. Doch inzwischen wird das leckere Gemüse auch immer öfter roh und für Säfte verwendet. Und das ist auch gut so. Schließlich stecken darin wichtige Nährstoffe für den Körper, die beim Kochen verloren gehen können.


Power-Gemüse mit wenig Kalorien

Rote Bete ist ein wahres Power-Gemüse, das den Körper mit wenig Kalorien, aber vielen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die leckeren Knollen enthalten nicht nur reichlich Vitamin A, C und B-Vitamine und Saponine, sondern auch Kalium, Magnesium, Eisen und Folsäure. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hin. Die leuchtend rote Farbe ist auf den sekundären Pflanzenstoff Betanin zurückzuführen, der entzündungshemmend wirkt und auch die Abwehrkräfte stärkt. Dieser Stoff wird auch zur Färbung von Lebensmitteln eingesetzt.

Rote Beete sollte am besten roh im Salat oder als Saft verzehrt werden. Denn beim Kochen gehen wertvolle Nährstoffe der gesunden Knolle verloren. (Bild: Thomas Siepmann/fotolia.com)

Gesunde Wirkung in wissenschaftlichen Studien bestätigt

Wie gesund das Gemüse für den Menschen ist, konnte auch schon in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt werden.

So zeigte sich in einer Studie, dass Rote-Beete-Saft bei Herzschwäche hilft.

Zudem kann dieser Drink dazu beitragen, den Blutdruck zu senken.

Darüber hinaus stellten britische Forscher fest, dass der Verzehr von Rote Beete dabei hilft, die Muskeln nach dem Sport zu regenerieren.

Und österreichische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Rote-Beete-Saft zur Karies-Vorbeugung dient.

Rote Beete frisch zubereiten

Inzwischen erlebt die Rote Bete eine Renaissance in der Küche. Wer die leckere Knolle mit dem süßlichen Erdgeschmack einmal frisch zubereitet hat, lässt die sauren Scheiben aus dem Glas getrost im Regal stehen, meint das BZfE.

Ein gesunder Genuss ist beispielsweise ein Salat mit geraspelter Roter Bete, Äpfeln, Zwiebeln und einem Schuss Erdbeermark. Und für eine leckere Vorspeise wird das Gemüse hauchdünn aufgeschnitten, mariniert und als Carpaccio serviert.

Um einen Rote-Bete-Saft herzustellen, wird die Knolle zunächst geschält, in Stücke geschnitten und in den Entsafter gegeben.

Ein Tipp des BZfE: Die herbe Note lässt sich prima mit Früchten wie Apfel und Mango, Gewürzen wie Ingwer und Minze, Joghurt sowie etwas Honig abmildern.

Beim Kochen geht ein Teil der Nährstoffe verloren

Meist wird die Rote Bete allerdings gekocht und als Beilage zu Fleisch und Fisch serviert. Auch Püree, Suppen und Eintöpfen gibt die Knolle einen kräftigen Geschmack.

Gesundheitsexperten weisen aber darauf hin, dass beim Kochen ein Teil der im Wintergemüse enthaltenen Nährstoffe verloren gehen kann.

Vor der Zubereitung wird das Gemüse unter fließendem Wasser gewaschen und die Blätter und Wurzeln vorsichtig abgedreht.

Die Schale sollte nicht verletzt werden, da die Knollen ansonsten „ausbluten“ und an Nährstoffen verlieren.

Anschließend werden sie je nach Größe für 30 bis 45 Minuten bei geringer Hitze geköchelt. Durch etwas Zitronensaft im Wasser wird das Fleisch heller, während ein Teelöffel Backpulver das dunkle Lila unterstreicht.

Damit die Farbe erhalten bleibt, sollte erst fünf Minuten vor Ende der Garzeit gesalzen werden. Nach dem Abschrecken in kaltem Wasser lässt sich die Schale einfach mit Küchenpapier abreiben oder mit einem Messer abziehen.

Das BZfE rät: Benutzen Sie dafür Einmalhandschuhe und eine Schürze, da die Knollen stark abfärben.

Bis zu vier Wochen im Kühlschrank haltbar

Heimische Rote Bete ist noch bis Ende März im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt erhältlich. Es gibt sie nicht nur in rot, sondern auch in weiß, gelb und rot-weiß geringelt.

Am besten sollte zu festen Knollen, deren Schale nicht beschädigt oder verschrumpelt ist, gegriffen werden. Kleinere Exemplare sind meist besonders zart.

Im Kühlschrank hält sich das Gemüse, in ein Küchentuch eingewickelt, etwa zwei bis vier Wochen.

Zwar sind fertig gegarte und vakuumierte Produkte, die direkt verarbeitet werden können, erhältlich, doch diese sind geschmacklich nicht mit frischen Knollen zu vergleichen. (ad)