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Geteilte Blutbananen-Fotos: HIV kontaminierte Blut-Spritzer in Bananen?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
9. Juli 2016
in News
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HIV Blut in Bananen? Achtung vor Fake-Nachrichten die Angst und Schrecken verbreiten!
In den sozialen Netzwerken werden derzeit Bilder von „blutenden Bananen“ geteilt. Manche derjenigen, die diese Bilder teilen, behaupten, es handele sich dabei um „HIV-Infizierte“ Bananen. Das rötliche Fruchtfleisch sei angeblich Blut von infizierten Afrikanern. Die Bilder animieren dann zum klicken, weil der geneigte Leser natürlich schnell wissen will, was es mit den zugegebenermaßen unappetitlichen Veränderungen auf sich hat.

Klickt der User auf das Bild, wird er auf eine ominöse „Sex-Seite“ weitergeleitet. Dort soll ein Abo abgeschlossen werden, um nicht etwa die wahre Story über die blutenden Bananen zu lesen, sondern um anzügliche Bilder und Videos für viel Geld zu betrachten. Der User weiß also noch immer nicht, was es mit den rötlichem Fleisch in der Banane auf sich hat und ob wirklich infiziertes HIV-Blut in der Frucht enthalten ist.

Rotes Fruchtfleisch durch Mangelernährung
Unser Expertenteam hat sich der Frage nunmehr angenommen. Sebastian Bertram, Chefredakteur von „HeilpraxisNet“, sagt: „Diese Meldung weckt Ängste vor dem Fremden. Keineswegs handelt es sich um Blut. Die in Facebook geteilten Bananenbilder zeigen nicht etwa Blut oder gar infiziertes HIV-Fleisch, sondern Fruchtfleisch, dass nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wurde.“ In der Fachwelt wird dieses Phänomen „Dry red“ genannt. Die Mangelerscheinung lässt sich auch dadurch erkennen, dass die Bananen eine stark schmale Form angenommen haben. Das Fleisch wurde nicht ausreichend versorgt und färbt sich rot.

Fazit: Sehr viele Meldungen bei Facebook sind Fakes. Ob von rassistischen Hetzern oder Scharlatanen, sie alle haben eins gemeinsam: Die Bilder sollen verunsichern, Ängste schüren und zum Klicken animieren. Bei den Bananenbildern kommt zudem noch hinzu, dass die verwunderten User in eine Abo-Falle gelockt werden sollen. Tipp: Geteilte Blut-Bananenbilder bei Facebook melden und demjenigen Bescheid geben, der sie unbedacht geteilt hat. (sb)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram ist Geschäftsführer von Heilpraxisnet. Er arbeitete über zehn Jahre als Sozialarbeiter im stationären Bereich der therapeutischen Jugendhilfe in leitender Funktion. Seine Themenschwerpunkte sind Psychologie, therapeutisches Arbeiten und Sozialpädagogik.

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