Ansteckung mit gefährlichen Noroviren vorbeugen: Hygiene ist das A und O

Norovirus-Infektionen verursachen heftige Magen-Darmbeschwerden, doch bei gründlicher Hygiene lassen sich gut vermeiden. (Bild: fotoliaxrender/fotolia.com)
Fabian Peters
Hochsaison für Durchfallerreger: Ansteckung mit Novorvirus vorbeugen
Gerade wenn es kalt ist, haben Noroviren Hochsaison. Um sich vor einer Ansteckung mit dem Durchfallerreger zu schützen, muss man auf sorgfältige Hygiene achten und Abstand von Infizierten halten. Auch die Erkrankten sollten Rücksicht nehmen.

Der wirksamste Schutz gegen die Krankheitserreger
In den kalten Monaten Januar bis März haben Noroviren Hochsaison. Die Erreger sind oftmals Auslöser plötzlich einsetzender Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Die wichtigste Hygiene-Regel ist hier häufiges und sorgfältiges Händewaschen. Es ist der wirksamste Schutz gegen die Krankheitserreger, so die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in einer aktuellen Mitteilung.

Norovirus-Infektionen verursachen heftige Magen-Darmbeschwerden, doch bei gründlicher Hygiene lassen sich gut vermeiden. (Bild: fotoliaxrender/fotolia.com)
Norovirus-Infektionen verursachen heftige Magen-Darmbeschwerden, doch bei gründlicher Hygiene lassen sich gut vermeiden. (Bild: fotoliaxrender/fotolia.com)

Über das Abklingen der Symptome hinaus zu Hause bleiben
Erkrankte sollten unbedingt zwei Tage über das Abklingen der Symptome hinaus zu Haus bleiben. „Wenn Erkrankte zu früh wieder in Kontakt mit anderen Menschen treten, besteht ansonsten das Risiko, dass sich die Noroviren weiter ausbreiten“, erläuterte Professor Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena. Betroffene sollten auch nach der Erkrankung besonders sorgfältig auf die Hygiene achten, da der Körper die Viren noch über ein bis zwei Wochen lang ausscheidet.

Patienten müssen viel trinken
Weil die Erkrankung dem Körper aufgrund von Durchfall und Erbrechen Wasser und Elektrolyte entzieht, sollten Patienten viel trinken. Am besten geeignet sind verdünnte Säfte, Brühe oder gezuckerter Tee. „Kinder unter fünf und ältere Menschen über 70 Jahren erkranken nicht nur häufiger, sondern oft auch schwerer als andere Altersgruppen“, so Stallmach. Wenn Patienten zum Arzt oder in ein Krankenhaus gehen, ist es wichtig, dort vorher Bescheid zu sagen, damit andere Patienten vor einer Ansteckung geschützt werden können. „Für schwerkranke Patienten in Kliniken kann eine Norovirus-Infektion lebensbedrohlich sein. Deshalb müssen Erkrankte soweit möglich isoliert werden“, erläuterte der Experte.

Abstand von Erkrankten halten
Da Noroviren hochansteckend sind, sollten Angehörige so gut es geht Abstand von Betroffenen halten. „Das Wichtigste ist, sich möglichst von Erkrankten fern zu halten und separate Toiletten zu benutzen“, sagte Stallmach. „Pflegende und Angehörige sollten beim Waschen von Kleidungsstücken und Handtüchern oder beim Toilettenputzen unbedingt Einmalhandschuhe nutzen“, so der Experte weiter. Doch selbst sehr gründliches Putzen sorgt nicht für hundertprozentigen Schutz: Der DGVS zufolge sind Noroviren hartnäckig und überstehen Temperaturen zwischen minus 20 bis plus 60 Grad. Zudem sind sie gegenüber vielen Desinfektionen unempfindlich. Besonders erfreulich ist daher eine Entdeckung die deutsche und australische Wissenschaftler gemacht haben. Im Fachmagazin „Virology“ berichteten sie, dass Zitronensaft gut gegen Noroviren wirkt. Demnach kann Zitronensäure die Infektionsfähigkeit der Erreger deutlich senken. (ad)

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