Asthma: Falsche Inhalationstechniken behindern die Krankheitskontrolle

Turquoise asthma inhaler on white background with metal bottle
Fabian Peters
Richtige Verwendung von Inhalatoren für die Asthmakontrolle entscheidend
Bei Asthma ist mit entsprechenden Medikamenten eine relative gute Kontrolle der Symptome möglich, allerdings steht und fällt die Asthmakontrolle mit dem richtigen Inhalieren der verordneten Medikamente, so der Hinweis der „Ärzte Zeitung“. Eine Anleitung zum Erlernen der Inhalationstechnik sowie zahlreiche weitere Informationen hat das Fachblatt nun online zur Verfügung gestellt.

Das multimediale Modul „Lunge in Not“ der „Ärzte Zeitung“ soll Patienten und Ärzten die richtigen Techniken beim Inhalieren vermitteln. Denn die Kontrolle der Erkrankung bedarf eines korrekten Umgangs mit dem Inhalator. Auch bietet das Modul zum Beispiel Hinweise für Ärzte in Bezug auf die Differentialdiagnostik zwischen Asthma und COPD.

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Probleme bei der Asthma-Therapie
„Viele Asthma-Patienten sind trotz Therapie in ihrem Alltag beeinträchtigt“, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Für die behandelnden Ärzte sei es wichtig, dass sich Patienten mit Ihnen über Probleme im Zusammenhang mit der Therapie austauschen und schon hierbei helfe das multimediale Modul, welches zum Welt-Asthma-Tag am 3. Mai freigeschaltet wurde. In Kurzfilmen berichtet die 42-jährige Asthma-Patientin Sabine als Hauptperson über ihre Erfahrungen als Asthma-Patientin mit Diagnostik und Therapie. Ihre Probleme werden vermutlich auch viele andere Betroffene haben. Beispielsweise berichtet sie, dass für die Asthma-Therapie ein richtiges Training erforderlich sei und erst Übung den Meister mache – insbesondere beim korrekten Umgang mit dem Asthma-Gerät.

Tipps zum richtigen Inhalieren
In dem neuen Infomodul werden jedoch auch Tipps zur Unterstützung der korrekten Anwendung von Inhalatoren gegeben. Mit den „10 Tipps zum richtigen Inhalieren“ lassen sich viele Fehler von vornherein vermeiden. Beispielsweise laute ein wichtiger Appell: „Vergewissern Sie sich vor Gebrauch, dass das Gerät noch ausreichend Wirkstoff enthält“, so die „Ärzte Zeitung“. Auch werden die Patienten dazu aufgefordert, vor der Anwendung die Schutzkappe abzunehmen und sicherzustellen, dass die Düse im Mundstück nicht verstopft ist. Mit Videos, Tonspuren, Checkliste und vielen Informationen rund um das Thema Asthma ist das neue online Modul als umfassende Hilfestellung für Betroffene gedacht.

Differentialdiagnostik COPD und Asthma
Durch unterschiedliche Symbole wird in dem Modul auch gekennzeichnet, welche Informationen speziell für Ärzte und welche sowohl für Ärzte als auch für ihre Patienten erstellt worden sind, erläutert die „Ärzte Zeitung“. Für Ärzte sind beispielsweise die Hinweise zur Differentialdiagnostik besonders lesenswert. Denn die Differenzierung zwischen Asthma und chronischobstruktiver Lungenkrankheit (COPD) ist bei Erwachsenen nicht immer einfach. Ursachen, Behandlung und Prognose beider Krankheitsbilder weichen jedoch sehr deutlich voneinander ab. Aus diesem Grunde werden die Ärzte in dem Modul an die typischen Zeichen für Asthma und COPD erinnert, wie beispielsweise die anfallsartig auftretende Atemnot bei Asthma, welche bei COPD zunächst nur unter Belastung auftritt. Auch sei das häufig gleichzeitige Vorliegen einer Allergie typisch für Asthma. Des Weiteren liefert das neue Modul Informationen zur dem „Asthma-COPD Overlap Syndrom (ACOS), einer Mischform beider Erkrankungen“, berichtet die „Ärzte Zeitung“. (fp)

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