Barfußlaufen verhindert spätere Fußschmerzen

Sebastian
Fußschmerzen vorbeugen: Kinder sollten häufig barfuß laufen
Fußschmerzen, an denen viele Erwachsene leiden, kann man in vielen Fällen bereits im frühen Kindesalter vorbeugen. Beispielsweise durch Gymnastik oder Einlagen. Oder auch durch häufiges Barfußgehen. Das machen Kinder ohnehin meist lieber, als mit Socken oder Schuhen rumzulaufen.
Fußschmerzen schon im Kindesalter vorbeugen
Rund jeder vierte Erwachsene leidet an Fußschmerzen. Das müsste häufig nicht so sein: In vielen Fällen hätte man bereits im frühen Kindesalter vorbeugen können, etwa mit Gymnastik oder Einlagen, berichtet die Nachrichtenagentur APA. Wie der Orthopäde Ronald Dorotka bei einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung der Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Wien betonte, hat die „klassische“ orthopädische Einlage dabei keineswegs ausgedient und ist weit effektiver als ihr Ruf.

Barfußlaufen ist gesund. Bild: WavebreakMediaMicro - fotolia
Barfußlaufen ist gesund. Bild: WavebreakMediaMicro – fotolia

Barfußlaufen bringt viele Vorteile
Der Orthopäde empfahl nachdrücklich Vorbeugung wie richtiges Schuhwerk und regelmäßiges Barfußgehen auf natürlichem Untergrund – besonders im Wachstum, aber auch bei Risikofaktoren wie zum Beispiel erblicher Vorbelastung und einem bestimmten Lebensstil wie das regelmäßige Tragen hoher Absätze oder Laufsport. Kinder laufen meist ohnehin lieber ohne Socken und Schuhe rum. Das hat – unabhängig vom Alter – verschiedene gesundheitliche Vorteile. So hat man beispielsweise weniger Rückenprobleme durch Barfußlaufen und regt dabei die Durchblutung an. Auch gegen Schweißfüße ist es zu empfehlen, öfter mit nackten Füßen rumzulaufen.

Orthopädische Einlagen haben nicht ausgedient
Dorotka zufolge hat sich als häufigster Fehler bei Kindern zu großes Schuhwerk erwiesen. Der Mediziner sagte, dass klassische orthopädische Einlagen „nicht aus dem letzten Jahrhundert“ seien. Manche Eltern, die den Nachwuchs mit Einlagen ausstatten, setzen auf die podologische Version, die die Muskulatur aktivieren soll, andere schwören auf die „Klassiker“, weil sie gut stützen sollen. Laut dem Experten sei die Studienlage bezüglich der podologischen Variante derzeit sehr dünn, wogegen unzählige Ergebnisse bezüglich der orthopädischen Version vorliegen. So zeigen Untersuchungen zum Beispiel, dass sie bei Problemen wie Fersensporn oder Fersenschmerzen sinnvoll eingesetzt werden können.

Frauen haben öfter Fußprobleme
Ganz allgemein sind Frauen etwa viermal häufiger von Fußfehlstellungen betroffen. Nicht zuletzt habe dies mit ihrem Schuhwerk zu tun. Jede Frau weiß, dass „High Heels“ über kurz oder lang zu Schmerzen an den Füßen führen. Zudem schädigen Stöckelschuhe die Achillessehne. Laut Dorotka gelte bei Hochhakigen: „Ein bisschen Absatz ist kein Problem.“ Er verwies darauf, dass drei bis vier Zentimeter sogar einen positiven Effekt haben könnten. (ad)