Eltern mahnen: Mädchen geht mit Handy in die Badewanne verstirbt durch schweren Stromschlag

Alfred Domke
Mädchen badet mit Handy und stirbt durch Stromschlag
In den USA ist ein 14-jähriges Mädchen an einem Stromschlag gestorben, weil sie mit ihrem Handy badete und dieses in die Wanne fiel. Die Familie der Verstorbenen hat sich nun an die Öffentlichkeit gewandt, um andere Jugendliche darauf hinzuweisen, wie gefährlich die Kombination Wasser und Elektrizität ist.

Stromschlag beim Baden
Am Wochenende ist in den USA ein 14-jähriges Mädchen gestorben, weil sie ihr Handy mit in die Badewanne nahm. Medienberichten zufolge bekam die Jugendliche aus Lubbock (Texas) einen Stromschlag als das Telefon, das am Ladekabel hing, ins Wasser fiel. Die Familie der Verstorbenen will nun andere Teenager warnen und darauf hinweisen, wie gefährlich Strom und Wasser sein können.

Mit dem Smartphone in die Badewanne? In den USA ist ein Mädchen an einem Stromschlag gestorben, weil sie mit ihrem Handy badete. Das Telefon fiel in die Wanne, hing aber noch am Ladekabel. (Bild: WavebreakMediaMicro/fotolia.com)

Telefon in der Badewanne
Wie der Nachrichtensender „KCBD“ berichtet, ereignete sich der Vorfall am Sonntag im Haus des Vaters in Lovington (New Mexiko).

Nach Angaben ihrer Familie ging die 14-jährige Madison Coe ins Badezimmer und hatte ihr Handy dabei.

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Die Mutter und Großmutter des Teenagers erklärten gegenüber dem Sender, das Mädchen sei in der Badewanne gewesen und hätte das Telefon genommen, das an einem Ladekabel hing, welches in der Steckdose steckte.

„Es war ein Brandfleck an der Hand, die Hand, die das Telefon greifen würde. Es war offensichtlich, was passiert war“, sagte die Großmutter.

Mädchen wurde im Krankenhaus für tot erklärt
Die örtliche Polizei wollte noch nichts bestätigen oder dementieren. Laut „KCBD“ waren die Beamten am 9. Juli zur Mittagszeit zur Hilfe geholt worden und fanden ein Mädchen vor, das nicht ansprechbar war.

Vor Ort und während des Transport ins Krankenhaus wurden lebensrettende Maßnahmen durchgeführt, die letztendlich jedoch scheiterten. In der Klinik wurde die Jugendliche für tot erklärt.

Zwar zeigen die ersten Indizien, dass der Tod durch den Stromschlag verursacht wurde, die Polizei wolle sich aber laut einer Pressemitteilung aber erst nach Abschluss einer Untersuchung zur Todesursache äußern.

Bewusstsein für die Gefahr stärken
„Das ist so eine Tragödie, die niemandem passieren muss. Wir wollen etwas Gutes aus dem ganzen machen und das Bewusstsein dafür stärken, kein Handy im Badezimmer zu nutzen, das eingesteckt ist und auflädt“, so die Großmutter.

„Wir müssen sensibilisiert sein. Wir müssen unseren Kindern beibringen, dass Strom und Wasser nicht zusammengehören“, sagte die Oma, die um ihre Enkeltochter, die sie ihren „Augenstern“ nannte, trauert.

„Sie wird von uns allen sehr vermisst. Sie hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.“

Nach einem Stromschlag unbedingt zum Arzt
Ein Stromschlag kann für Menschen dramatische Folgen haben – auch wenn er nicht im Wasser stattfindet.

So können unter anderem lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten, die manchmal in ein Kammerflimmern münden.

Dann schlägt das Herz so schnell, dass es nicht mehr effektiv Blut in den Kreislauf pumpt. Die folge kann ein Herzstillstand sein.

Darüber hinaus besteht durch den Strom die Gefahr, dass sich die Lungenmuskulatur verkrampft, was schlimmstenfalls zum Atemstillstand führt.

Gesundheitsexperten raten dazu, nach einem Stromschlag zum Arzt zu gehen, selbst dann wenn es einem vermeintlich gut geht. Denn Herzrhythmusstörungen können auch verspätet auftreten.

Wenn man jedoch direkt nach einem Stromschlag Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern, Atemnot oder Krämpfe in der Brust verspürt, muss sofort der Rettungsdienst gerufen werden. (ad)