Hautrötungen & Fieber können auf bakterielle Hautinfektionen hinweisen

Fabian Peters
Bakterielle Hautinfektionen sind ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko
Verletzungen der Haut bieten Bakterien eine Eintrittspforte, wodurch die Entstehung einer Wundrose oder Phlegmone begünstigt wird, berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Bei beiden Infektionen schwelle die Haut an, werde rot, warm und schmerzempfindlich. Frühzeitig und richtig behandelt seien die bakterielle Hautinfektionen meist ohne Folgeschäden heilbar. Unbehandelt könnten sie jedoch mitunter zu ernsten Komplikationen führen.

Streptokokken
Eine Wundrose wird meist durch Streptokokken hervorgerufen. (Bild: elvira gerecht/fotolia.com)

Meist werde eine Wundrose nach Verletzungen durch Streptokokken verursacht und betreffe die oberen Hautschichten. Typisches Anzeichen sei eine schmerzhafte, rot glänzende, relativ scharf begrenzte Schwellung. Gelegentlich seien auch geschwollene Lymphknoten festzustellen und oft werde die Wundrose schon bei den ersten Hautrötungen von Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl begleitet. Die Phlegmone wird indes laut Angaben des IQWiG in der Regel durch Staphylokokken hervorgerufen. Hier seien tiefere Hautschichten betroffen als bei der Wundrose. Die Entzündung reiche bis in die Unterhaut (Subkutis).

Verletzungen der Haut begünstigen die Infektionen
Beide Formen der bakteriellen Hautinfektionen können an allen Körperstellen auftreten, seien aber am häufigsten am Fuß oder Unterschenkel zu verzeichnen, so das IQWiG. Auch an den Wangen, der Haut um das Augenlid und dem Bauch seien die Infektionen vermehrt festzustellen. Begünstigt würden die bakteriellen Hautinfektion durch Hautschäden, die den Bakterien eine Eintrittspforte bieten. Daher gehe mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Grindflechte, Pilzinfektionen oder Geschwüren ein erhöhtes Infektionsrisiko einher. Auch könnten die Infektionen Folge von Verletzungen, Nadelstichen, Insekten- oder Tierbissen sein. Nicht zuletzt bestehe bei Operationen die Gefahr, dass Keime in die Wunde eindringen und eine Wundrose oder Phlegmone bedingen. Mit Antibiotika seien die die meisten bakteriellen Hautinfektionen jedoch gut therapierbar. (fp)