Kaninchen-Pest in Dortmund

Heilpraxisnet

Kaninchen in Dortmunds Parks und Grünanlagen zum Abschuss freigegeben

22.10.2014

In Dortmund ist auch dieses Jahr wieder die Kaninchenpest aufgetreten. Die Untere Jagd- und Fischereibehörde im Umweltamt der Stadt Dortmund hat daher in einer aktuellen Mitteilung alle „Jagdberechtigten aufgefordert, die Kaninchenpopulation erheblich zu reduzieren, und insbesondere befallene Tiere zu erlösen.“ Die Jäger sollen im Auftrag der Stadt die kranken Kaninchen eliminieren und die Infektionsgefahr für die restliche Population zu minimieren.

Aufgrund der Ausbreitung der Myxomatose (Kaninchenpest) hatte sich die Stadt Dortmund nach eigenen Angaben bereits vergangene Woche in einem Rundschreiben an die Jägerschaft gewandt. Die für Kaninchen tödliche Seuche stellt zwar für Menschen keine Gefahr dar, kann jedoch ganze Kaninchen-Bestände auslöschen und auch Hauskaninchen befallen. Erholungssuchende in Parks und Wäldern werden in der Pressemitteilung der Stadt Dortmund gebeten, jeden Kontakt mit erkrankten Kaninchen zu vermeiden.Erlegte und verendete Tiere würden eingesammelt, um die Infektionsgefahr zu vermindern. Sowohl die Freigabe zum Abschuss als auch das weitere Vorgehen sind laut Angaben der Stadt mit dem städtischen Veterinäramt abgestimmt. „Besucher und Anwohner von Parks werden um Verständnis gebeten, dass nun vermehrt Jagd auf Kaninchen gemacht wird“, so die offizielle Mitteilung.

Bekämpfung der Kaninchenpest Aufgabe der Gemeinden
Neben Dortmund sind auch einige andere Regionen Nordrhein-Westfalens verstärkt von der Myxomatose betroffen. Allerdings wird nicht überall mit entsprechend drastischen Maßnahmen reagiert. So berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf den Weseler Kreisveterinär Antonius Dicke, dass die Situation in Dinslaken besonders dramatisch sei. Hier seien 90 Prozent des Kaninchenbestandes im September durch die Myxomatose getötet worden. Aufgrund der besonders dichten Population habe sich die Seuche in Dinslaken derart extrem ausbreiten können. Übertragen wird die Kaninchenpest über blutsaugende Parasiten, insbesondere durch Mücken und Flöhe. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium in Düsseldorf erklärte, dass die Bekämpfung der Kaninchenpest in den Händen der jeweiligen Gemeinden liege und diese sich für unterschiedliche Wege entscheiden können. Dabei habe sich der Kreis Wesel zum Beispiel nicht für einen Abschuss, sondern lediglich für das Einsammeln der Kadaver verendeter Tiere ausgesprochen. Hauskaninchen können über eine Impfung vor der Tierseuche geschützt werden. (fp)

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