Ölhaltiger Tränenersatz bei trockenem Auge

Astrid Goldmayer

Ölhaltiger Tränenersatz stabilisiert bei trockenem Auge den Tränenfilm

28.06.2013

Wenn die Augen müde und lichtempfindlich sind und zu brennen beginnen, sind sie meist zu trocken. Wie der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands mitteilt, helfen ölhaltige Tränenersatzmittel, um den Tränenfilm beim sogenannten „Office-Eye-Syndrom“ zu stabilisieren.

Volkskrankheit „Trockene Augen“
Wie Menschen, die am Bildschirm arbeiten, leiden an müden und brennenden Augen. Augenärzte sprechen dann vom „Office-Eye-Syndrom“. „In diesem Fall ist es sinnvoll, ölhaltige Tränenersatzmittel zu verwenden, die den Tränenfilm stabilisieren“, rät Dr. Thomas Kaercher vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Dem Verband zufolge leiden rund 15 Millionen Menschen in Deutschland an trockenen Augen. „Viele Patienten greifen zur Selbstmedikation ohne augenärztliche Kontrolle“, berichtet Kaercher. Als Basistherapie werden Tränenersatzmittel eingesetzt. „Die künstlichen Tränen benetzen die Augenoberfläche und lindern so die Beschwerden.“ Um das richtige Mittel zu finden, könne der Augenarzt helfen. Es sei wichtig, die richtige Mischung von körpereigenen und künstlichen Tränen zu erreichen. Mittlerweile seien neue Produkte erhältlich, die die Träneneigenschaften beeinflussen würden. „Der pH-Wert lässt sich normalisieren, aber auch die Fließfähigkeit und die Osmolarität. Dieser Wert gibt an, wie viele Teilchen wie Salze oder Glukose in einer bestimmten Tränenmenge gelöst sind.“

Wie Kaercher weiter berichtet, seien häufig die kleinen Drüsen an den Lidkanten, die sogenannten Meibom-Drüsen, bei trocken Augen verstopft. Um diese wieder zu öffnen, könne ein neues Verfahren zum Einsatz kommen, das über eine Kontaktlinse Wärme und leichten Druck an die Lidkanten abgibt. „Mit dieser einmaligen Behandlung lassen sich die Meibom-Drüsen öffnen und die Beschwerden oft deutlich lindern.“ (ag)

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