Orgasmus: Oxytocin fördert Kommunikation

Heilpraxisnet

Nach Orgasmus: Kuschelhormon Oxytocin fördert Kommunikation

13.10.2014

Dem Hormon Oxytocin wurde bereits in zahlreichen Untersuchungen eine positive Wirkung auf das soziale Miteinander bescheinigt. Nun zeigte sich in einer US-amerikanischen Studie, dass dieses „Kuschelhormon“ das Wohlbefinden nach dem Orgasmus steigert und positive Auswirkungen auf die Kommunikation hat.

Positiver Einfluss von Orgasmus auf Kommunikation
Es ist nicht wirklich neu, dass Sex einer Beziehung gut tut. Wie die „Apotheken Umschau“ (10/2014 A) nun berichtet, wirkt sich der Orgasmus besonders positiv auf die Kommunikation aus. Das Magazin beruft sich dabei auf Forscherinnen der Universität von Connecticut (USA). Die Kommunikationswissenschaftlerinnen Amanda Denes und Tamara D. Afifi baten für die Studie 253 weibliche und männliche Versuchspersonen im Alter von 18 bis 45 Jahren, zwei Wochen lang ein Online-Tagebuch zu führen und darin die Gespräche nach dem Sex anhand von Kriterien wie Tiefe, Intimität und Offenheit zu bewerten.

Offenere Gespräche nach Orgasmus
Die Forscherinnen veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Communication Monographs“. Eine wesentliche Erkenntnis dabei war, dass Personen, die einen Orgasmus hatten, mehr von sich preisgaben als jene, die keinen erlebten. Dafür machten die Wissenschaftlerinnen das Hormon Oxytocin verantwortlich, das das Gehirn unmittelbar nach einem Orgasmus durchflutet und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Der Studie zufolge vertrauen sich die Partner nach solchen Momenten besonders stark und teilen wichtige Informationen miteinander.

Konsum von Alkohol hat negativen Einfluss
Zudem wurde in der Studie festgestellt, dass mit der Intensität des sexuellen Höhepunkts auch der Grad an Bewusstheit stieg, mit dem die Probanden ihre Geheimnisse teilten. Demnach wird beim Bettgeflüster also nur geteilt, was auch geteilt werden darf. Auch der Frage, inwiefern der Konsum von Alkohol einen Einfluss auf die Qualität des Bettgeflüsters hat, gingen Denes und Afifi in ihrer Studie nach. Die Ergebnisse mögen für manch einen überraschend sein. Denn Alkohol hebe die positive Wirkung des Oxytocins trotz oder gerade wegen seiner berauschenden Wirkung scheinbar teilweise auf. Die Kommunikation wird dadurch oberflächlicher und als weniger positiv und befriedigend empfunden. (ad)

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Andreas Helminger / pixelio.de