Raue Stellen können auf Hautkrebs hinweisen

Astrid Goldmayer

Zur Vorbeugung von Hautkrebs Haut regelmäßig nach rauen Stellen und Schwielen absuchen

21.06.2013

Hautkrebs hat viele Gesichter. So können raue Stellen, Verhärtungen und Schwielen bereits eine Vorstufe der bösartigen Tumore sein. Experten raten deshalb, die Haut regelmäßig nach Anomalien abzusuchen und bei Unsicherheiten einen Hautarzt aufzusuchen. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto größer sind seine Heilungschancen.

Aktinische Keratose kann Vorstufe von Hautkrebs sein
Wenn schuppige, verhärtete, raue oder rote Hautstellen die Folge von zu viel UV-Strahlung sind, kann es sich dabei um eine sogenannte aktinische Keratose handeln. Wie die Europäische Hautkrebsstiftung (ESCF) anlässlich ihrer bundesweiten Aufklärungskampagne „Lass Dich nicht rösten: Sicher durch die Sonnenzeit“ mitteilt, entwickelt sich in etwa zehn Prozent der Fälle ein heller Hautkrebs aus der Hautanomalie. Diese Krebsart wird in Deutschland jedes Jahr bei mehr als 200.000 Menschen neu diagnostiziert. Heller Hautkrebs tritt vor allem an Hautstellen auf, die sonnenexponiert sind, wie dem Gesicht, den Ohren oder dem Dekolleté. Erfreulicherweise sind die Heilungschancen bei rechtzeitiger Behandlung gut. „Die Sterberate ist nicht so drastisch angestiegen, wie es die immer noch zunehmende Zahl der Hautkrebserkrankungen befürchten ließ“, berichtete Professor Matthias Augustin, Beauftragter der DDG. „Alle Formen des Hautkrebses, die bereits im Frühstadium erkannt werden, haben eine hohe Heilungschance.“

Ein besonders hohes Risiko für hellen Hautkrebs haben laut Stiftung Berufsgruppen, die häufig an der frischen Luft arbeiten. „Beschäftigte mit langjähriger Außentätigkeit haben in Deutschland, im Vergleich zur übrigen Bevölkerung, ein im Durchschnitt um etwa 100 Prozent höheres Risiko für die Entwicklung von kutanen Plattenepithelkarzinomen“, erläuterte Professor Thomas Diepgen, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Sozialmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. „Besonders gefährdet sind Berufsgruppen aus der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und Seefahrt, dem Baugewerbe und Handwerk, Straßenarbeiter, Bademeister, Berufe, die in den Bergen ausgeübt werden und Arbeiten in südlichen Ländern.“
Die ESCF rät dazu, die Haut regelmäßig nach Veränderungen abzusuchen und im Falle von Auffälligkeiten einen Hautarzt aufzusuchen. Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Krankenversicherte zudem alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening.

Mit Sonnenschutz Hautkrebsvorbeugen
Bereits ab der frühsten Kindheit sollte die Haut vor der Sonne geschützt werden, rät die Stiftung. „Wir machen uns leider immer noch zu wenige Gedanken darüber, wie oft wir uns täglich ungeschützt der Sonneneinstrahlung aussetzen“, sagte Professor Eggert Stockfleth, Vorsitzender des Stiftungsrates der ESCF. „Die Dosis macht das Gift. Sonnenschutz muss deshalb für die Menschen so selbstverständlich, wie das tägliche Zähneputzen, werden.“ Vor allem während der Mittagszeit sollte die Sonne gemieden werden und die Haut mit schützender Kleidung bedeckt werden. Zudem sollte im Sommer stets Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor vor dem Gang ins Freie aufgetragen werden. (ag)

Advertising

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de