Balance: Slackline trainiert das Gleichgewicht

Heilpraxisnet

Balancieren auf der Slackline trainiert das Gleichgewicht

23.07.2014

Balancieren auf der Slackline trainiert das Koordinationsvermögen und verbessert den Gleichgewichtssinn. Die neue Trendsportart, die als „Slacklinen“ oder „Slacken“ bezeichnet wird, ähnelt dem Seiltanzen, wobei das Seil, meist ein Gurt- oder Schlauchband, zwischen zwei Befestigungspunkten relativ schlaff (engl. „slack“) aufgehangen wird. Die Nachrichtenagentur „dpa“ sprach mit Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln über das Training auf der Slackline.

Balanceakt auf der Slackerline erfordert viel Konzentration
Beim Balancieren auf der Slackline werden vor allem die Konzentration, der Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeiten des Übenden gefordert. Dabei ist das „Trainingsgerät“ sehr einfach: Für das „Slacken“ werden lediglich ein dünnes Gurt- oder Schlauchband und zwei Bäume benötigt. Das Band wird in schlaffem Zustand an den Bäumen befestigt und schon kann es losgehen. Das Balancieren erfordere viel Konzentration, berichtet Froböse. Gleichzeitig würden aber auch die Stabilität des Körpers verbessert und die Muskeln gekräftigt.

Der Experte rät Anfängern dazu, die Slackline zu Beginn nicht höher als 30 bis 70 Zentimeter über dem Boden zu spannen. Zudem empfiehlt es sich, zunächst barfuß zu üben. Das hilft dabei, die Balance besser auf dem Band zu halten. Anfangs sei es sinnvoll, sich von anderen helfen zu lassen, so Froböse. Zunächst werde das Stehen auf der Slackline geübt. Später würde dann das Gehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren, folgen.

Geübtere können den Abstand des Bandes zum Boden erhöhen und einige Tricks ausprobieren, wie das Stehen auf einem Bein, eine Drehung oder das In-das-Knie-Gehen.

Mittlerweile hat sich der Trendsport weltweit verbreitet und findet immer spektakuläre Anwendungen. Jüngst balancierte ein 23-Jähriger auf der Zugspitze auf einem Band zwischen zwei Kabinen der Seilbahn hin und her. Andere atemraubende Aktionen fanden bereits über Wasserfällen oder zwischen Wolkenkratzern statt.

Bild: Rainer Sturm pixelio.de