Tod bei der Gartenarbeit: Wespenattacke mit Todesfolge in Herne

Fabian Peters

Mann erleidet beim Heckenscheiden tödliche Wespenstiche

In Herne wurde ein 50-Jähriger Mann Opfer einer fatalen Wespenattacke. Laut einiger übereinstimmender Medienberichte wurde der Betroffene während Gärtnerarbeiten von einem Schwarm von Wespen angegriffen. Infolgedessen verstarb der Kleingärtner an den Wespenstichen. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Todesopfer versehentlich beim Heckenscheiden in ein Wespennest geschnitten.


Ein Wespenstich ist in der Regel kein besonderes Gesundheitsrisiko. Schmerzen und Schwellungen im Bereich des Einstichs sind die üblichen Symptome. Gefährlich werden Wespenstiche allerdings bei Allergikern oder wenn ein Stich in den Mund- und Rachenraum erfolgt, dessen Schwellung die Luftröhre blockiert. Auch eine extrem hohe Anzahl an Stichen kann ein Gesundheitsrisiko darstellen. Inwiefern einer dieser Faktoren (oder mehrere) bei dem Verstorbenen gegeben war, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Wespenplage: Immer mehr Klinikbehandlungen wegen Insektenstichen. Bild: Martina Berg – fotolia

Vergebliche Wiederbelebung durch den Notarzt

Der 50-jährige hatte nach bisherigem Kenntnisstand in seiner Kleingartenanlage in Herne die Hecke geschnitten und dabei versehentlich das Wespennest beschädigt. Die Wespen griffen an und stachen den Mann mehrmals ins Gesicht. Ob auch Wespen in seine Atemwege gelangten, blieb zunächst unklar. Noch vor Ort in der Kleingartenanlage habe der alarmierte Notarzt versucht den Mann wiederzubeleben, allerdings vergeblich, berichtete die Nachrichtenagentur „dpa“ von den Ereignissen. Ein allergischer Schock könne von der Polizei bislang nicht ausgeschlossen werden.

Wie im Ernstfall bei einem Wespenstich reagieren?

Grundsätzlich können normalerweise Hausmittel gegen Wespenstiche gute Hilfe leisten und die Hinzuziehung eines Arztes ist nicht unbedingt erforderlich. Bei bekannter Insektenstichallergie, dem Verdacht auf eine solche und bei Stichen im Mund- und Rachenraum ist jedoch die Kontaktierung eines Notarztes geboten. Bis zu dessen Eintreffen sollten Anwesende Erste Hilfe leisten. Das Kühlen der Einstichstelle mit einem Eisbeutel oder Coolpack sowie die Schocklagerung der Betroffenen oder eine Atem erleichternde Haltung wie der „Kutschersitz“, bei dem Betroffene mit vorgebeugtem Oberkörper und auf den Oberschenkeln abgestützten Armen sitzen, sind weiter mögliche Maßnahmen. Werden Gestochene bewusstlos, sollten sie in die stabile Seitenlage gebracht werden, und bei Atemstillstand ist eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich. (fp)