US-Forscher: Fetter Fisch lindert Arthritis-Symptome

Alexander Stindt
Menschen mit Arthritis-Erkrankung sollten viel Fisch mit Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen
Forscher fanden jetzt heraus, dass Omega-3-Fettsäuren in Fischen wie Thunfisch, Lachs und Sardinen die Symptome von Arthritis reduzieren können. Der Konsum dieser Fische vermindert beispielsweise die Schwellung der Gelenke bei den Betroffenen.

Die Wissenschaftler des Brigham and Women’s Hospital und der international anerkannten Harvard Medical School stellten bei ihrer Untersuchung fest, dass konsumierte Omega-3-Öle in Fischen zu einer Reduzierung der Symptome von Arthritis führen. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Arthritis Care & Research“.

Menschen mit Arthritis-Erkrankungen leiden häufig unter schmerzhaften Schwellungen der Gelenke. Experten stellten jetzt fest, dass der Konsum von frischem Fisch mit Omega-3-Fettsäuren die Symptome von Arthritis reduzieren kann. (Bild: highwaystarz/fotolia.com)

Omega-3 reduziert Gelenkschwellungen
Der Verzehr von Fischen mit viel Omega-3 ist gesund und kann beispielsweise Gelenkschwellungen reduzieren. Dabei ist es völlig egal, ob diese Fische gekocht oder roh konsumiert werden. Normalerweise verwenden viele Betroffene anti-rheumatische Medikamente (NSAR), um so die Symptome zu verbessern und langfristige Gelenkschäden zu vermeiden, erläutern die Experten. Bei der aktuellen Untersuchung wurden jetzt andere entzündungshemmende Therapien untersucht. Seit Jahrzehnten liegt das besondere Interesse auf Omega-3-Fettsäuren, weil diese pro-inflammatorische Zytokine reduzieren können, sagen die Forscher.

Wie wirkt sich der Konsum von frischem Fisch im Gegensatz zu Fischöl-Ergänzungen aus?
Die aktuelle Studie deutet darauf hin, dass der Fischkonsum Entzündungen im Zusammenhang mit einer rheumatoiden Arthritis beeinflussen kann, erklärt die Autorin Dr. Sara Tedeschi. „Unsere Studie ist eine neuartige Analyse der Beziehung zwischen der Erkrankung und dem Verzehr von Fisch als Ganzes beziehungsweise dem Konsum von Fischöl-Ergänzungen“, fügt die Expertin hinzu. Wenn Probanden Fisch oder Fischöl einnnahmen, reduzierten sich dadurch die Entzündungen der Gelenke. Die Ergebnisse sprechen dafür, bei Patienten mit rheumatoider Arthritis den ihren Fischkonsum zu erhöhen.

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Fischkonsum führt zu einem allgemein gesünderen Lebensstil
Wenn Menschen mehr als zweimal in der Woche Fisch mit Omega-3-Fettsäuren verzehrten, führte dies zu einem niedrigeren DAS28-CRP-Wert (Skala zur Bewertung der Arthritis-Symptome). Außerdem stand der Konsum im Zusammenhang mit einem allgemein gesünderen Lebensstil, erläutern die Autoren. Fische enthalten zusätzlich zu Omega-3-Fettsäuren verschiedene wichtige Makronährstoffe und Mikronährstoffe.

Patienten mit rheumatoider Arthritis sollten viel Fisch verzehren
Der Verzehr von Fisch kann viele positive gesundheitliche Auswirkungen haben. Die aktuellen Ergebnisse sprechen dafür, dass auch Patienten mit rheumatoider Arthritis diese verstärkt nutzen, sagen die Experten. Denn mit der Zeit werden die voranschreitenden Gelenkentzündungen zu einer erheblichen Belastung im Alltag und Betroffene haben insgesamt eine verkürzte Lebenserwartung.

Betroffene Menschen sollten mindestens zweimal in der Woche Fisch essen
Für ihre Studie untersuchten die Forscher die Ernährung von insgesamt 176 Patienten mit Arthritis. Die Mehrheit der Probanden waren weiße Frauen mittleren Alters mit langjähriger rheumatoider Arthritis, erläutern die Wissenschaftler. Weniger als ein Viertel der Teilnehmer (17,6 Prozent) verzehrte häufig Fisch. 19,9 Prozent der Probanden konsumierten selten Fisch, nahmen aber häufig Ergänzungen mit Fischöl zu sich. „Wir konnten deutlich reduzierte DAS28-CRP-Werte bei den Probanden beobachten, welche mehr als zweimal in der Woche Fisch verzehrten, verglichen mit nur einmal im Monat Fisch essenden Menschen“, betont Autorin Dr. Tedeschi. (as)