Wissenschaftler bestätigen: Deshalb sind Raucher unattraktiver

Volker Blasek

Rauchen ist cool? Die Zeiten sind vorbei!

Das Image von Rauchern hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Vor ein paar Jahren galt Rauchen als „verwegen“, „cool“, „interessant“ und vermittelte das Bild eines freiheitsliebenden, lebensbejahenden Abenteurers oder eines intelligenten Denkers. Viele Werbeikonen, wie der „Marlboro Man“ oder das „HB Männchen“ http://www.heilpraxisnet.de/wp-admin/edit.phphaben das coole Image des Rauchers geprägt. Doch dieses Bild hat ordentlich gelitten. In den letzten Jahren wurden Raucher immer mehr aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzt und in entsprechende Zonen oder Pavillons verbannt oder vor die Tür gesetzt. Hat dieser Wandel des Umgangs mit Rauchern Konsequenzen auf die Art und Weise, wie rauchende Menschen vom anderen Geschlecht wahrgenommen werden? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie nachgegangen.

Raucher sind für das andere Geschlecht unattraktiver

Eine Studie der Universität Bristol mit über 500 Probanden beschäftigte sich mit der Frage, ob Raucher vom anderen Geschlecht anders wahrgenommen werden als Nichtraucher – mit eindeutigem Ergebnis. Das Gesicht des jeweiligen nicht rauchenden Zwillings wurde von den meisten Probanden als attraktiver wahrgenommen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Raucher werden in den meisten Fällen vom anderen Geschlecht als unattraktiver wahrgenommen als Nichtraucher. (Bild: BillionPhotos.com/fotolia.com)

Identisch und doch verschieden

Ob jemand als attraktiv wahrgenommen wird, hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel Alter, Geschlecht und Genetik. Deshalb wurden in der Studie die Gesichter von Zwillingen untersucht, wovon jeweils einer Raucher und einer Nichtraucher ist. Laut den Forschern eignen sich Zwillinge besonders gut für diese Studie, da ihr genetisches Material praktisch identisch sei. Die unterschiedlichen Lebensstile und Gewohnheiten, zu denen auch das Rauchen zähle, spielen aber auch eine Rolle, wie sich ein Mensch entwickelt. Von über 70 Prozent der Studienteilnehmern, die sich Bilder der Gesichter der Zwillinge ansahen, konnten die Raucher eindeutig identifiziert werden.

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig

Die Studie der Universität Bristol, die kürzlich im Magazin „Royal Society Open Science“ veröffentlicht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Rauchen eine negative Auswirkung auf das Erscheinungsbild des Gesichts haben kann. Des weiteren könne man vielen Menschen bereits am Gesicht ansehen, ob diese Raucher sind oder nicht. Raucher seien laut der Studie größtenteils vom jeweils anderen Geschlecht unattraktiver eingeschätzt worden als Nichtraucher. (fp)