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Raucherhusten: Depressionen können die Therapie von COPD beeinträchtigen

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
22. August 2016
in News
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Depression kann die Therapie der Lungenerkrankung COPD beeinträchtigen
In Deutschland leiden rund fünf Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, kurz COPD genannt. Die auch als „Raucherhusten“ bekannte Krankheit wird in den meisten Fällen durch intensiven Tabakkonsum verursacht. Viele Betroffene werden zudem vermehrt depressiv. Das erschwert die Therapie.

COPD kann nicht geheilt werden
Angaben der Deutschen Atemwegsliga zufolge leiden allein in Deutschland bis zu fünf Millionen Menschen an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, auch bekannt als Raucherhusten). Eine Heilung der Krankheit ist zwar nicht möglich, doch ein rasches Fortschreiten derselben kann oft verhindert werden. Dafür muss COPD allerdings erst mal diagnostiziert werden. Experten zufolge wissen Patienten jedoch oft lange nichts von ihrer schweren Lungenkrankheit.

Vor allem Raucher erkranken
Zwar erkranken meist Raucher, doch auch viele Nichtraucher sind betroffen. Zudem ist bekannt, dass beispielsweise Menschen, die am Arbeitsplatz regelmäßig Luftschadstoffen ausgesetzt sind, zu den Risikogruppen gehören. COPD kann in seltenen Fällen auch genetisch bedingt sein. Steht die Diagnose der COPD fest, bieten sich verschiedene therapeutische Maßnahmen an, mit deren Hilfe die Funktion der Lunge wieder verbessert werden kann. Häufig erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit inhalierbaren Arzneimitteln.

Raucherhusten geht oft mit einer Depression einher
Die COPD geht jedoch nicht selten mit einer Depression und weiteren psychischen Problemen einher. So heißt es auf dem Internetportal „Lungenärzte im Netz“: „Depressionen, Ängste und insbesondere Panikstörungen sind bei COPD-Patienten häufig und für den weiteren Verlauf der Erkrankung von Bedeutung, da sie mit gehäuften Krankenhauseinweisungen, längeren Liegezeiten im Krankenhaus, häufigeren Arztbesuchen und einer verschlechterten Lebensqualität einhergehen.“

Die zuverlässige Einnahme von Medikamenten wird gefährdet
Zudem beeinträchtigen Depressionen die Therapie der schweren Lungenerkrankung. Dr. Andreas Hellmann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) erklärte in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa: „Depressionen sind ein Risikofaktor, der die zuverlässige Einnahme von entzündungshemmenden und bronchienerweiternden COPD-Medikamenten gefährdet.“

Krankheitsverlauf ausbremsen
Dem Experten zufolge ist es aber wichtig, COPD als fortschreitende Erkrankung konsequent zu behandeln, um den Krankheitsverlauf auszubremsen. Laut Dr. Hellmann seien Reha-Programme, Lungensport, Selbsthilfegruppen und Gespräche mit Experten sinnvoll, um einer Depression bei COPD-Patienten vorzubeugen. „Betroffene sollten sich aktiv Unterstützung holen und sich nicht scheuen, ihren Arzt offen anzusprechen, wenn sie bemerken, dass depressive Gedanken, Sorgen und Ängste Überhand nehmen“, sagte der BdP-Vorsitzende. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alfred Domke

Alfred Domke

Alfred Domke absolvierte 2013 ein Praktikum bei der heilpraxis-Redaktion und stieg anschließend in das Team ein. Er ist seitdem Autor für Gesundheits-News. Persönliche Schwerpunkte sind Themen, die sich mit gesunder Ernährung und der damit einhergehenden Vorbeugung von Krankheiten beschäftigen. Und auch die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm besonders am Herzen.

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