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WHO: AIDS Epidemie soll spätestens 2030 beendet sein

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
1. Oktober 2015
in News
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Weltgesundheitsorganisation: Alle Menschen mit HIV sollten antiretrovirale Medikamente bekommen
Jeder der sich mit HIV infiziert hat, sollte so früh wie möglich nach der Diagnose eine antiretrovirale Behandlung beginnen. Das würde bedeuten, dass 37 Millionen Menschen weltweit sich behandeln lassen müssten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, dass Bedingungen gelockert werden und nun alle Bevölkerungs- und Altersgruppen das Recht auf eine bezuschusste antiretrovirale Therapie (ART) haben.

21 Millionen Todesfälle in den nächsten 15 Jahren erwartet
Der erweiterte Einsatz von antiretroviralen Behandlungen wird durch neuere Erkenntnisse aus klinischen Studien unterstützt. Eine frühe Verwendung von ART hilft, den Betroffenen ein längeres und gesünderes Leben zu führen. Außerdem reduziert sich das Risiko den Virus auf seine Partner zu übertragen. Die WHO empfiehlt, dass Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko, vorbeugende antiretrovirale Behandlungen angeboten werden sollen.

Jeder HIV Infizierte hat das Recht auf ein lebensrettende Behandlung. „Neue Bedingungen und Leitlinien sollen sicherstellen, dass alle Menschen mit HIV einen sofortigen Zugang zu antiretroviralen Therapien haben“, äußerte Michel Sidibe, Direktor von UNAIDS der Nachrichtenagentur „Reuters“ gegenüber. Nach Meinung von UNAIDS könnte die antiretroviralen Therapie zusammen mit einem Ausbau der Prävention helfen, viele Leben zu retten.. Es wird geschätzt, dass im Jahr 2030 sich ca. 28 Millionen Menschen neu mit dem Virus infizieren. Außerdem könnten in diesem Zeitraum 21 Millionen Infizierte sterben.

Neue Zielvorgaben für 2020
Die Ausweitung der Behandlung gilt als Herzstück einer neuen Reihe von Zielvorgaben für das Jahr 2020. Dessen Ziel ist es, die AIDS-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu beenden. Dazu müssen 90 Prozent der weltweit HIV-Infizierten über die Erkrankung aufgeklärt werden. Jedem Betroffenen muss klar sein, dass er erkrankt ist. Zusätzlich sollten 90 Prozent in einer antiretroviralen Therapie sein. Ein umfassendes Hilfsprogramm kann HIV Tests erleichtern. Die Beratung und Unterstützung für Erkrankte sollte verbessert werden. Der Zugang zu Kondomen und sauberen Injektionsmaterial muss erleichtert werden. „Ärzte ohne Grenzen“ begrüßte diesen Schritt. Die Behandlung müsse erweitert und verbessert werden. Allerdings warne man davor, dass ein Umsetzen dieser Empfehlungen eine massive Unterstützung von Spendern und Regierungen erfordere.

Hauptlieferanten von HIV Medikamenten gefordert
Um die Pläne umzusetzen, wird es nötig sein, große Mengen an Impfstoffen herzustellen. Nur so ist es möglich, jeden Betroffenen eine antiretrovirale Therapie zu ermöglichen. Zu den Hauptlieferanten von HIV Medikamenten gehören Gilead und ViiV Healthcare, diese sind mehrheitlich im Besitz von GlaxoSmithKline (GSK). Es gibt noch mehrere indische Hersteller die ebenfalls besagte Arzneistoffe herstellen und vertreiben. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram ist Geschäftsführer von Heilpraxisnet. Er arbeitete über zehn Jahre als Sozialarbeiter im stationären Bereich der therapeutischen Jugendhilfe in leitender Funktion. Seine Themenschwerpunkte sind Psychologie, therapeutisches Arbeiten und Sozialpädagogik.

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