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Eisenmangel: Schwarzer Tee und andere Getränke behindern die Eisenaufnahme

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
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23. Juli 2020
in News
Das Wort Eisenmangel aus Holzwürfeln geformt vor einem Stethoskop
Zahlreiche Menschen leiden an Eisenmangel. In der Regel lässt sich der Eisenbedarf über die Ernährung decken. Doch manche Getränke behindern die Aufnahme des Spurenelements. (Bild: Andreas Berheide/stock.adobe.com)
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Getränke und Eisenaufnahme

Fachleuten zufolge gehört Eisenmangel zu den häufigsten Mangelkrankheiten überhaupt. Da der Körper Eisen aus der Nahrung besser verwerten kann als solches aus Tabletten, empfiehlt es sich, eisenreiche Lebensmittel verstärkt in den Speiseplan aufzunehmen. Doch Vorsicht! Manche Getränke behindern die Aufnahme des Spurenelements aus Nahrungsmitteln.

Wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf dem Portal „gesundheitsinformation.de“ erklärt, lässt sich der Eisenbedarf des Körpers normalerweise über eine ausgewogene Ernährung decken. Den Fachleuten zufolge enthalten fast alle Lebensmittel Eisen – meistens in sehr geringer Menge – und tragen so zur Eisenversorgung bei. Einige Getränke können die Eisenaufnahme allerdings behindern.

Eisenaufnahme durch Tannin gehemmt

Betrachtet man die Aufnahme von Eisen aus Lebensmitteln, muss man zwischen pflanzlichem und tierischem Eisen unterscheiden, erläutert die Verbraucherzentrale Bayern.

Der Unterschied liegt demnach in der chemischen Struktur. Das Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln (Hämeisen) kann der Mensch viel besser aufnehmen als das aus Obst und Gemüse (Nicht-Hämeisen).

Allerdings kann die Aufnahme von Nicht-Hämeisen durch Tannin aus schwarzem Tee, Kaffee und Rotwein, durch das Kalzium in Milch und Milchprodukten und durch bestimmte Medikamente gehemmt werden. Wie die Verbraucherzentrale erklärt, bindet der pflanzliche Gerbstoff Tannin das Eisen im Magen und es wird wieder ausgeschieden.

Die hemmende Wirkung betrifft auch Eisenpräparate. Wer diese Mittel einnehmen muss, sollte mindestens zwei Stunden vor und nach der Einnahme keinen Kaffee oder schwarzen Tee trinken.

Vitamin C verbessert die Eisenverfügbarkeit

Vitamin C hingegen kann die Eisenverfügbarkeit aus Pflanzen erheblich steigern. Ein Glas Orangensaft oder etwas Obst zu den Mahlzeiten kann also die Eisenaufnahme verbessern. Der Einfluss von anderen Nahrungsbestandteilen auf die Aufnahme von Hämeisen (aus Fleisch, Fisch und Geflügel) fällt laut den Fachleuten hingegen sehr gering aus.

Gute Eisenquellen sind Fleisch und Fleischprodukte, Vollkornprodukte, Lachs und Thunfisch Gemüsesorten wie Spinat, Rosenkohl und Rote Beete sowie Ölsamen. Einen relativ hohen Gehalt an Eisen haben außerdem Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Zuckerrübensirup und Mohn. Darüber hinaus gelten rote Säfte als empfehlenswerte Hausmittel bei Eisenmangel. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Verbraucherzentrale Bayern: Schwarzer Tee und Eisenaufnahme, (Abruf: 20.07.2020)
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Wie kann ich meinen Eisenbedarf decken?, (Abruf: 20.07.2020), gesundheitsinformation.de

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alfred Domke

Alfred Domke

Alfred Domke absolvierte 2013 ein Praktikum bei der heilpraxis-Redaktion und stieg anschließend in das Team ein. Er ist seitdem Autor für Gesundheits-News. Persönliche Schwerpunkte sind Themen, die sich mit gesunder Ernährung und der damit einhergehenden Vorbeugung von Krankheiten beschäftigen. Und auch die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm besonders am Herzen.

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