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Schwere Lungenerkrankungen werden von Patienten mit Raucherhusten verwechselt

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
18. August 2015
in News
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COPD: Lungenerkrankung wird häufig mit Raucherhusten verwechselt
Wenn sich bei Rauchern Atembeschwerden oder Husten einstellen, wird das von vielen als „normal“ empfunden. Die Tabakkonsumenten sollten sich aber besser nicht damit abfinden. Hinter solchen Symptomen kann eine ernstzunehmende Erkrankung der Lunge stecken.

Atembeschwerden als Warnsignale
Wenn man beim Treppensteigen oder Spaziergang außer Atem gerät, kann dies ein Anzeichen für eine ernsthafte Krankheit sein. Solche chronische Lungenerkrankungen bleiben oft unerkannt. Darauf hat die Patienteninformationsseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seinem Patienteninformationsportal hingewiesen. Weitere Warnsignale für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) könnten unter anderem ein Pfeifen oder Brummen beim Atmen, täglicher Husten sowie Auswurf sein. Auch typischer Morgenhusten könnte COPD sein.

Lungenerkrankung entwickelt sich über Jahre hinweg
COPD beginnt langsam und entwickelt sich über Jahre hinweg. Einer der Hauptrisikofaktoren ist das Rauchen, doch die Krankheit wird auch durch altersbedingte Entzündungsprozesse begünstigt, wie Wissenschaftler heraus fanden. Bei COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt und die Lunge geschädigt. Laut Schätzungen sollen allein in Deutschland fast sieben Millionen und weltweit rund 600 Millionen Menschen betroffen sein.

Diagnose durch Lungenfunktionstest
Betroffene verwechseln die genannten Symptome häufig mit einem „harmlosen“ Raucherhusten oder mit Asthma. Aufschluss über die Ursache der Beschwerden kann unter anderem ein Lungenfunktionstest geben. Wenn die Diagnose COPD gestellt wird, sollten die Patienten unbedingt das Rauchen aufgeben. Bei der Behandlung geht es vor allem darum, die Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Einen wesentlichen Bestandteil der Therapie bilden Medikamente, wobei „je nach Erkrankungsstadium Kombinationen verschiedener Medikamente üblich“ sind, wie das IQWiG schreibt. Vor allem Arzneien, die die Atemwege erweitern und so das Atmen erleichtern sollen (Bronchodilatatoren), kommen hier zum Einsatz. Zudem kann – je nach Stadium – auch eine Behandlung mit Sauerstoff notwendig sein. Als unterstützende Maßnahmen sind beispielsweise körperliche Aktivitäten, Atemtraining oder Inhalation möglich. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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