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Homöopathie: Globuli wirken besser als Placebo?

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
12. März 2015
in News
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Studie belegt, dass Wirksamkeit von homöopathischen Globuli nicht besser als von Placebo ist

12.03.2015

Während die einen Homöopathie geradezu vergöttern, bezeichnen die andere das Heilverfahren als Scharlatanerie. Ein australisches Forscherteam hat die Wirksamkeit der Globuli im Rahmen einer Auswertung von Untersuchungen bewertet. Ihr Fazit: Homöopathie wirkt nicht besser als Placebos.

Homöopathie wirkt bei Kopfschmerzen und anderen Beschwerden nicht besser als ein Placebo
Der Auswertung zufolge gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Globuli besser als Scheinmedikamente wirken. Die vom australischen National Health and Medical Research Council (NHMRC) veröffentlichte Untersuchung bezog mehr als 1.800 Studien ein. Davon erfüllten jedoch lediglich 225 die wissenschaftlichen Kriterien der Forscher. Alle diese Untersuchungen konnten keinen wissenschaftlich anerkannten Beweis für die Wirksamkeit von Homöopathie liefern. Auch gegenüber Scheinmedikamenten schnitten die Globuli nicht besser ab. Die Studien, die zu dem Ergebnis kamen, dass Homöopathie wirksamer als Placebos ist, waren von geringer wissenschaftlicher Qualität. So waren beispielsweise die Teilnehmerzahlen zu gering.

„Homöopathie sollte nicht bei chronischen oder schwerwiegenden Leiden angewandt werden“, schreibt der NHMRC in einer Mitteilung. „Wer Homöopathie wählt, setzt immer dann seine Gesundheit aufs Spiel, wenn er eine wirksame und sichere Behandlung ablehnt oder hinauszögert.Menschen, die erwägen, Homöopathie zu nutzen, sollten zuerst Rat von einem ausgebildeten Heilpraktiker einholen und in der Zwischenzeit die verordneten Therapien beibehalten."

NHMRC warnt vor Homöopathie bei schweren Erkrankungen
Dem NHMRC zufolge wirkt Homöopathie unter anderem bei Asthma, Angst und Stress, Durchfall bei Kindern, Kopfschmerzen, Migräne und Schnupfennicht besser als ein Scheinmedikament.

„Es wird viele Menschen geben, die unseren Bericht ablehnen und alles für eine Verschwörung des Establishments halten“, zitiert „tagesspiegel.de“ den Vorsitzenden der Homöopathie-Arbeitsgruppe des NHMRC, Paul Glasziou. „Aber wir hoffen, dass eine Menge vernünftiger Leute sich nun überlegen, ob sie diese Substanzen weiter verkaufen, einnehmen oder fördern wollen.“

Die Vereinigung der australischen Homöopathen forderte jüngst in einer Stellungnahme, den Willen der Patienten zu respektieren. Homöopathie sehr sehr verbreitet. Allein in Europa würden mehr als 30 Millionen Menschen das Heilverfahren anwenden. In Indien ließen sich sogar mehr als 100 Millionen ausschließlich homöopathisch behandeln. Dabei stehe nicht die einzelne Krankheit, sondern der ganze Mensch im Fokus.

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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