• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Krebs: Stoffwechsel von Krebszellen als neuer Angriffspunkt entdeckt

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
Quellen ansehen
20. Dezember 2021
in News
Bild einer Krebszelle.
Ein für Krebszellen lebenswichtiger Rezeptor wurde als vielversprechender Angriffspunkt für neue Therapieansätze entdeckt. (Bild: peterschreiber.media/stock.adobe.com)
Teile den Artikel

Krebszellen-Wachstum über Stoffwechsel kontrollieren

Krebszellen haben einen anderen Stoffwechsel als normale Zellen, wodurch sie wesentlich schneller wachsen. Ein deutsches Forschungsteam entdeckte nun, dass sich dieser Prozess auch gegen die Krebszellen verwenden lassen könnte. Der Stoffwechsel der Tumorzellen bietet einen neuen und vielversprechenden Angriffspunkt.

Forschende der Universität Leipzig fanden heraus, dass Krebszellen auf einen bestimmten Rezeptor angewiesen sind, um den Umsatz ihres Stoffwechsels zu kontrollieren. Das Team zeigte, dass Krebszellen absterben, wenn der Rezeptor gehemmt wird. Somit stellt der sogenannte Succinat-Rezeptor ein therapeutisches Ziel für neue Krebsbehandlungen dar. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in dem medizinischen Fachjournal „Cancer Letters“ vorgestellt.

Kontrolle des Krebs-Stoffwechsels als neuartiger Ansatz

Die Besonderheit von Krebszellen ist ihr unkontrolliertes Wachstum, das nicht mehr durch die typischen Kontrollinstanzen des Körpers gestoppt wird. Doch die schnelle Ausbreitung erfordert auch viel Energie. Den hohen Bedarf decken die Zellen über einen abgeänderten Stoffwechsel. Dabei spielt nach Angaben des Forschungsteam das Stoffwechselzwischenprodukt (Metabolit) Succinat eine zentrale Rolle. Es bindet an spezifische Rezeptoren an der Oberfläche von Krebszellen und aktiviert diese.

Bereits in früheren Studien wurde der Metabolit und der passende Rezeptor identifiziert. Bislang war jedoch weitgehend unklar, ob und wie der Succinat-Rezeptor den Stoffwechsel und damit auch das Überleben von Krebszellen beeinflusst. Die Arbeitsgruppe der Universität Leipzig hat nun herausgefunden, dass Krebszellen den Rezeptor benötigen, um den Umsatz ihres Stoffwechsels, also den Verbrauch von Sauerstoff und die Produktion von Energie, zu kontrollieren.

Wie verändert sich der Stoffwechsel bei Krebszellen

Krebszellen nutzen ausschließlich Glukose zur Energiegewinnung. Dabei ist die Aminosäure Glutamin der Hauptenergielieferant. Glutamin zählt zu den häufigsten Aminosäuren im Körper und kommt in allen Geweben in hohen Konzentrationen vor. Normale Zellen können auch auf andere Energielieferanten wie beispielsweise Fette zurückgreifen.

Krebszellen sterben ohne den Succinat-Rezeptor ab

„Ohne den Succinat-Rezeptor sterben Krebszellen, weil sie die Kontrolle über zentrale zelluläre Stoffwechselwege verlieren“, erläutert Forschungsleiterin Dr. Claudia Stäubert vom Rudolf-Schönheimer-Institut für Biochemie.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben durch die Kombination von Stoffwechsel-Analysen und bildbasierten Untersuchungen zur Überwachung des Krebszellüberlebens herausgefunden, dass Krebszellen, die auf Glutamin angewiesen sind, ohne einen funktionierenden Succinat-Rezeptor nicht überleben können. „Ein Knockdown des Rezeptors verursachte ein vermehrtes Sterben der Krebszellen“, bestätigt Dr. Stäubert.

Wie geht es weiter?

Die Arbeitsgruppe schlägt den Succinat-Rezeptor als vielversprechenden Angriffspunkt für die Entwicklung von Therapeutika zur Krebsbehandlung vor. In weiterführenden Forschungsarbeiten müssen nun Wirkstoffe identifiziert werden, die in der Lage sind, den Rezeptor zu hemmen. Zudem müssen die Wirkstoffe das Potenzial aufweisen, als Medikamente in der Krebstherapie eingesetzt werden zu können. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Philipp Rabe, Aenne-Dorothea Liebing, Petra Krumbholz, et al.: Succinate receptor 1 inhibits mitochondrial respiration in cancer cells addicted to glutamine; in: Cancer Letters, 2021, sciencedirect.com
  • Universität Leipzig: Stoffwechsel von Krebszellen kontrollieren (veröffentlicht: 17.12.2021), uni-leipzig.de

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Volker Blasek

Volker Blasek

Neben dem Studium als Technischer Redakteur hat Volker Blasek eine Ausbildung zum Gärtner und ein freiwilliges Jahr auf einem Biobauernhof absolviert. Dort und in vielen Reisen baute er sein Interesse an der Natur aus. Das Thema Naturschutz liegt ihm besonders am Herzen. Daneben schreibt er auch gerne über Psychologie und Wissenschaft. Als medizinischer Fachredakteur bei Heilpraxis.de kann Volker seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen, um fachliche, gut recherchierte und auch unterhaltsame Berichte zu schreiben.

Nächster Artikel
Illustration eines Schlaganfalls

Schlaganfall-Therapie mit Molekül aus Fadenwurm

Mehrere Kinder mit Mund-Nasen-Bedeckung in einem Klassenzimmer

Corona-Pandemie: Diese Maßnahmen ermöglichen weiter Präsenzunterricht in Schulen

Jetzt News lesen

Mann in blauem Poloshirt massiert mit den Fingerspitzen beide Schläfen und verzieht das Gesicht vor Schmerzen

Das Gehirn wird durch kalorienreiche Ernährung negativ beeinflusst

22. Oktober 2026
Eine Tasse mit schwarzem Tee steht auf einer hölzernen Oberfläche.

Tee trinken beeinflusst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv

22. Oktober 2026

Hilft Hundestreicheln gegen Stress? Studie liefert eine überraschende Antwort

21. Oktober 2026
Ein Frühstückstisch mit einer Auswahl an gesunden Lebensmitteln.

60 bis 100 Gramm Vollkorn senkt den Blutdruck und verbessert die Cholesterin Werte

21. Oktober 2026
Blaubeeren vor weißem Hintergrund.

Eine tägliche Portion Blaubeeren lindert depressive Symptome

21. Oktober 2026

So gesund sind geröstete Nori-Blätter aus dem Asiamarkt

20. Oktober 2026

Heilpraxis - Heilpflanzen, Gesundheit und Medizin

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR