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M. Bechterew: Osteopathie verbessert Beweglichkeit

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
11. September 2015
in News
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Alternative Therapien haben wichtigen Stellenwert

Leitsymptom der entzündlich-rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew sind den Alltag bestimmende Rückenschmerzen. Da diese jedoch auf verschiedene Ursachen zurückgehen können, erfährt nur eine Minderheit der geschätzten knapp 1,6 Millionen Menschen, dass sie an der Erkrankung leiden. Dabei kommt es zu chronischen Entzündungen in den Wirbelgelenken, die nach und nach zu einer knöchernen Versteifung führen. Da die Entstehungsmechanismen weitestgehend im Dunkeln liegen, gibt es heute keine Heilungschancen der Erkrankung, die Betroffene im späteren Verlauf typischerweise mit einem Buckel straft. Soweit muss es jedoch nicht kommen. Heute gibt es neben Medikamenten auch effektive alternative Therapien, welche die Erkrankung zumindest aufhalten und Schmerzen minimieren können. Neben klassischer Krankengymnastik bringen auch osteopathische Behandlungen und Kuren in warmen Radonstollen Linderung.

„Bewegung ist unverzichtbarer Bestandteil einer effektiven Therapie des Morbus Bechterew“, betont Univ.-Doz. Dr. Bertram HölzI, ärztlicher Leiter des Gasteiner Heilstollens, weltweit größtes Therapiezentrum für Morbus Bechterew. Mit krankengymnastischen Übungen lassen sich gezielt Muskeln kräftigen. Zudem erhalten diese Übungen eine bewegliche und aufrechte Wirbelsäule. Auch aus Sicht der Osteopathie ist Bewegung von grundlegender Bedeutung. Liegen Bewegungseinschränkungen einzelner Körperstrukturen vor, kommt es zu Krankheiten. Als Ursachen für solche Blockaden kommen beispielsweise Verrenkungen, Prellungen aber auch wie beim Morbus Bechterew Entzündungen infrage. Osteopathen spüren mit ihren Händen solche Spannungen und beheben sie mit verschiedenen Zug-, Druck- und Verschiebetechniken. „Wir beobachten bei Morbus Bechterew-Patienten, dass sich nach der Behandlung die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen aufgrund von Muskelüberlastungen nachlassen“, verdeutlicht Dr. Hölzl. Vor allem für Patienten mit starken Entzündungen oder hohem Schmerzempfinden eignet sich die Therapie, die jedoch regelmäßig angewandt werden muss.

Einen länger anhaltenden Effekt hat die sogenannte Radonwärmetherapie. Die Kur unter Tage findet im Heilstollen statt, wo Temperaturen von über 37,5 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 100 Prozent herrschen. Hier entspannen sich schmerzende Muskeln. Zudem tritt aus dem Berggestein das Edelgas Radon in geringen Mengen aus, das Patienten über Haut und Lunge aufnehmen. „Radon setzt im Körper milde Alphastrahlen frei. Diese regen körpereigene Zellreparaturmechanismen an und verringern die Aktivität von Entzündungszellen sowie Schmerzbotenstoffen“, erklärt Dr. Hölzl. Die spürbare Schmerzlinderung setzt jedoch nicht immer sofort, sondern oft erst einige Wochen verzögert ein. Sie hält bis zu 9 Monate an. (pm)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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