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Magenschmerzen nach dem Essen: Hilft der Schnaps bei der Verdauung?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
5. Januar 2020
in News
Glas mit Schnaps
Kann ein Schnaps die Verdauung fördern? Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
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Was hilft wirklich gegen Bauchschmerzen durch zu üppiges Essen?

Vor allem nach einem üppigen Essen liegt die Nahrung schwer im Magen. Im Restaurant wird als “Hausmittel” ein Schnaps gereicht, der bei der Verdauung helfen soll. Doch wie wirksam ist diese Verdauungsmethode wirklich? Können Bauchschmerzen nach dem Essen tatsächlich gelindert werden?

Nach der langen Tafelei kommt der Obstler oder der kurze Klare. Doch hilft ein Schnaps wirklich beim Verdauen? Eine Expertin sagt: Jein – und empfiehlt eher eine andere Verdauungsmethode.

Obstbrand nach dem Essen

Gans mit knuspriger Haut, dazu extraviel Soße, danach was Süßes: Ohne üppiges Essen ist es für viele kein richtiges Weihnachten. Doch dem Genuss folgt oft das weit weniger schöne Völlegefühl.

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«Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich – aber bei vielen Menschen kann es tatsächlich sein, dass ihnen sehr energiereiches und fetthaltiges Essen schwer im Magen liegt», sagt Antje Gahl, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Nach dem Dessert kommt daher oft ein Schnaps auf den Tisch – «um den Magen aufzuräumen», wie es im Volksmund oft heißt. Doch funktioniert das wirklich? „Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass der Verdauungsschnaps wirklich den gewünschten Effekt hat“, sagt Gahl. Einerseits könne Alkohol zwar die Produktion von Magensäure anregen, andererseits aber auch die Entleerung des Magens verhindern.

Bewegung statt Betäubung

„Der gefühlte Effekt, dass Alkohol den Magen aufräumt, kommt wohl eher daher, dass er eine leicht narkotische Wirkung hat – das unangenehme Völlegefühl wird also abgemildert“, sagt Gahl. Wer dem vollen Magen wirklich helfen will, sollte statt dem Verdauungsschnaps eher den Verdauungsspaziergang wählen. „Damit der Magen Essen verdauen kann, muss er Magensäure produzieren – und Bewegung kann diese Säureproduktion anregen.“

Übrigens: Völlegefühl nach dem Essen ist zwar unangenehm – aber kein Zeichen einer Krankheit. Und es ist auch nicht immer ein Hinweis darauf, dass man ungesund gegessen hat. «Es sind nicht nur die fettigen, ungesunden Lebensmittel, die schwer im Magen liegen – Hülsenfrüchte zum Beispiel, ballaststoffreiches Essen also, können den gleichen Effekt haben», sagt Gahl. Allerdings hält die unangenehme Wirkung hier nicht ganz so lange an. (sb; Quelle: dpa/tmn)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram ist Geschäftsführer von Heilpraxisnet. Er arbeitete über zehn Jahre als Sozialarbeiter im stationären Bereich der therapeutischen Jugendhilfe in leitender Funktion. Seine Themenschwerpunkte sind Psychologie, therapeutisches Arbeiten und Sozialpädagogik.

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