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Zahnersatz und Implantate: Wer benötigt tatsächlich eine Zahnzusatzversicherung?

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
13. August 2016
in News
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Zahnzusatzversicherung lohnt sich nicht für alle gleichermaßen
Zwar ist die Zahl der privaten Zahnzusatzversicherungen in den letzten Jahren stark gestiegen, doch nicht alle Patienten profitieren gleichermaßen von solchen Policen. Verbraucherschützer raten dazu, diese Versicherungen abzuschließen, wenn man gesund ist. Der Preis wird in der Regel durch die Leistung bestimmt.

Regelmäßige Kontrollen lohnen sich auch finanziell
Die jährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll, sondern auch aus finanziellen. Können Patienten diese jährlichen Besuche in ihrem Bonusheft nachweisen, erhöht sich der Zuschuss, den sie von ihrer Krankenkasse für mögliche Kronen, Brücken oder Prothesen erhalten. Implantate sind im Normalfall nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen enthalten. Fachleute raten daher dazu, den Zahnarzt gezielt nach Alternativen zu fragen.

Zahnersatz ist eine teure Angelegenheit
Egal, ob Krone, Brücke, Prothese oder Implantat: Zahnersatz ist mit oder ohne Zuschuss meist eine teure Angelegenheit. „Eine Zahnzusatzversicherung kann hier sinnvoll sein“, meinte Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. „Allerdings sollten vorher alle existenziellen Risiken abgesichert sein.“ Für den Versicherungsexperten gehört eine Zahnzusatzpolice nämlich nicht zu den dringend notwendigen Policen.

Vertragsschluss mit gesunden Zähnen
Ganz wichtig: „Die Zahnzusatzversicherung sollte man besser abschließen, wenn man gesund ist“, so Grieble. Normalerweise übernehmen Versicherer keine Kosten für Probleme, die schon bei Vertragsschluss bestehen. Im Zweifelsfall sollten Kunden die Versicherung bei Vertragsschluss darauf hinweisen. Wenn sich hinterher herausstellt, dass der Versicherte falsche Angaben gemacht hat, kann der Versicherer im schlimmsten Fall vom Vertrag zurücktreten.

Höchstgrenzen bei der Kostenerstattung
Wichtig zu wissen ist zudem, dass es in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss Höchstgrenzen bei der Kostenerstattung gibt. „Manche Angebote stocken dabei nur die Regelversorgung auf und beziehen sich nicht zwingend auf die Gesamtkosten“, erklärte Bastian Landorff, Krankenversicherungsexperte der Verbraucherzentrale Bayern, in einer Mitteilung. „Bei höherwertigem Zahnersatz ist deshalb unter Umständen ein hoher Eigenanteil zu bezahlen.“ In der Regel richtet sich der Beitrag für eine Zahnzusatzversicherung nach Alter, Leistungsumfang und Gesundheitszustand.

Preis richtet sich auch nach Leistung
Wenn man keinen großen Wert auf teuren Zahnersatz legt, sondern nur den Eigenanteil der Standardversorgung versichern will, muss man auch nicht unbedingt viel zahlen. Der Stiftung Warentest zufolge gibt es gute Tarife bereits ab sieben Euro pro Monat. „Je mehr Leistungen der Tarif bringt, desto teurer wird er auch“, so Grieble. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alfred Domke

Alfred Domke

Alfred Domke absolvierte 2013 ein Praktikum bei der heilpraxis-Redaktion und stieg anschließend in das Team ein. Er ist seitdem Autor für Gesundheits-News. Persönliche Schwerpunkte sind Themen, die sich mit gesunder Ernährung und der damit einhergehenden Vorbeugung von Krankheiten beschäftigen. Und auch die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm besonders am Herzen.

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