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Steife und schmerzhafte Fingergelenke: Anzeichen für Arthrose und Arthritis erkennen

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
aktualisiert am 14. Januar 2019
in News
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Arthrose oder Arthritis: Steife Finger deuten auf beide Krankheiten
Bei schwer beweglichen Fingern denken viele Menschen schnell an die Gelenkverschleißkrankheit Arthrose. Hinter den Beschwerden kann jedoch auch eine Arthritis stecken, die sich durch Entzündungen bemerkbar macht. Über eine halbe Million Bundesbürger sind davon betroffen.

Steife Gelenke sind ein Symptom für Arthrose und Arthritis
Steife Gelenke werden von Gesundheitsexperten als ein typisches Symptom für Arthrose genannt. Allerdings können sie auch auch auf eine rheumatoide Arthritis hinweisen. Die Fingergelenke fühlen sich hier beispielsweise nach einer längeren Ruhepause oder am Morgen nach dem Aufstehen steif an. Die beiden Erkrankungen werden oft verwechselt.

Das eigene Immunsystem greift den Körper an
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weist auf seinem Patienteninformationsportal „gesundheitsinformation.de“ darauf hin, dass die rheumatoide Arthritis eine entzündliche Erkrankung ist, während Arthrose durch Verschleiß entsteht. Dabei greift das eigene Immunsystem den Körper an, weil es eigene Zellen als Fremdstoffe wahrnimmt. Die Folge sind Entzündungsreaktionen. Bei Menschen mit rheumatoider Arthritis sind vor allem die Gelenke von einer Autoimmunreaktion betroffen.

Über eine halbe Million Bundesbürger betroffen
Laut der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) ist die rheumatoide Arthritis die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Rund 550.000 Bundesbürger leiden demnach daran. Frauen sind dreifach häufiger betroffen. Der Erkrankungsbeginn ist in jedem Lebensalter möglich, liegt aber meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Arthritis schreitet langsam voran
Wenn von „Rheuma“ die Rede ist, ist meist die rheumatoide Arthritis gemeint. „Eine rheumatoide Arthritis schreitet meist über viele Jahre langsam voran“, schreiben die Experten des IQWiG. „Verschiedene Behandlungen können die Schmerzen lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Sie möglichst früh zu erkennen und zu behandeln hilft, Gelenkschäden vorzubeugen.“

Medikamente und Naturheilverfahren
Bei Rheuma werden meist Medikamente eingesetzt, die neben der Schmerzlinderung die wichtige Funktion haben, dauerhafte Schäden an den Gelenken zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Oft helfen gegen die Schmerzen bei Rheuma auch Naturheilverfahren, wie die Radonwärmetherapie in warmen Heilstollen. Heilen lässt sich Rheuma allerdings bislang nicht. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alfred Domke

Alfred Domke

Alfred Domke absolvierte 2013 ein Praktikum bei der heilpraxis-Redaktion und stieg anschließend in das Team ein. Er ist seitdem Autor für Gesundheits-News. Persönliche Schwerpunkte sind Themen, die sich mit gesunder Ernährung und der damit einhergehenden Vorbeugung von Krankheiten beschäftigen. Und auch die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm besonders am Herzen.

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