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Neue Studie: Vertrauen zum Arzt reduziert Schmerzen beim Patienten

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
9. Mai 2017
in News
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Studie zeigt: Weniger Schmerzen beim Arzt des Vertrauens
Forscher haben eine gute Nachricht für Menschen, die bei körperlichen Beschwerden nur ungern zum Arzt gehen: Ihre Untersuchung zeigt, das Patienten bei Medizinern, denen sie vertrauen, weniger Schmerzen empfinden.

Viele scheuen sich vor einem Arztbesuch
Ein Arztbesuch kann meist Aufschluss darüber geben, ob hinter akuten Beschwerden eine ernstzunehmende Krankheit steckt, die behandelt werden muss. Dennoch scheuen manche Menschen den Gang zum Mediziner. Auch viele Männer haben oft große Angst vorm Arzt, weil sie sich vor der Diagnose fürchten, wie eine Untersuchung aus den USA zeigte. Helfen könnte es womöglich, wenn sie einen Mediziner finden, dem sie vertrauen.

Faktoren die den Schmerz beeinflussen
Nicht nur die Wunde oder Erkrankung selbst hat Einfluss darauf, wie stark Schmerzen empfunden werden, sondern auch, ob man dem behandelnden Arzt vertraut. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler der Universitäten Miami und Colorado herausgefunden.

Die Experten wollten nach ihren eigenen Angaben überprüfen, ob es stimmt, dass Patienten, die mit ihrem behandelnden Mediziner grundlegende Überzeugungen und Werte teilen, weniger Schmerzen empfinden, als Patienten, die dies nicht tun.

Auch die Wahrnehmung des Arzt-Patienten-Verhältnisses und das Vertrauen wurden in der Untersuchung miteinbezogen, um zu sehen, „ob diese zwischenmenschlichen Faktoren den Schmerz beeinflusst haben“, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Journal of Pain“.

Schmerzen bei der medizinischen Versorgung verringern
Die Versuchspersonen mussten zunächst auf einem Fragebogen Auskunft über ihre persönlichen Überzeugungen und Werte geben. Aufgrund dieser Antworten wurden sie dann in zwei Gruppen eingeteilt.

Im Anschluss daran fanden verschiedene Tests statt, bei denen den Probanden leichte Schmerzen zugefügt wurden.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Schmerzen als schwächer empfunden wurden, wenn der Patient dem Arzt vertraute.

Eine eindeutige Erklärung für das Phänomen haben die Forscher nicht. Sie vermuten aber, dass das Vertrauen wie ein sozialer Placebo-Effekt funktioniert: Durch die Erwartung, dass einem der Gegenüber helfen kann, werden schmerzstillende Hormone ausgeschüttet.

Wenn das „Vertrauen in die Gesundheitsversorgung erhöht wird, könnte dies dazu beitragen, die Schmerzen bei der medizinischen Versorgung zu verringern“, schreiben die Experten. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alfred Domke

Alfred Domke

Alfred Domke absolvierte 2013 ein Praktikum bei der heilpraxis-Redaktion und stieg anschließend in das Team ein. Er ist seitdem Autor für Gesundheits-News. Persönliche Schwerpunkte sind Themen, die sich mit gesunder Ernährung und der damit einhergehenden Vorbeugung von Krankheiten beschäftigen. Und auch die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit liegen ihm besonders am Herzen.

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