29.000 Krebs-Neuerkrankungen allein in Sachsen

Sebastian
29.000 Krebs-Neuerkrankungen in Sachsen

Rund 29.000 Krebs-Neuerkrankungen hat es im vergangenen Jahr in Sachsen gegeben. Bundesweit erkranken jedes Jahr etwa eine halbe Million Menschen an Krebs. Beim Sächsischen Krebskongress in Chemnitz hatten Experten unter anderem über Therapien beraten.

Maßgeschneiderte Therapien für Krebs-Patienten
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa eine halbe Million Menschen an Krebs. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, hat es nach Schätzungen des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder im vergangenen Jahr in Sachsen rund 29.000 Neuerkrankungen gegeben. „Inzwischen überleben rund 60 Prozent der Patienten mindestens fünf Jahre“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) am Samstag beim Sächsischen Krebskongress in Chemnitz. Wenn der Krebs frühzeitig erkannt werde, überlebten sogar fast 100 Prozent. „Das ist ein großes Verdienst der Wissenschaft und der Ärzte“, sagte die Politikerin vor 300 Ärzten, Schwestern, Pflegern und Onkolotsen, die über personalisierte Therapien, Früherkennung und Tumortherapien berieten. Nach den Worten der Ministerin versprechen auf den Patienten maßgeschneiderte Therapien eine deutlich bessere Behandlung von Krebs.

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Sterberaten bei Lungenkrebs und Melanom am höchsten
Die Kongresspräsidentin, Univ.-Prof. Dr. med. habil. Ursula G. Froster, hatte in einem Grußwort zum Kongress erklärt, dass die Zahlen in Sachsen, das über ein flächendeckendes System von lang etablierten Krebs-Registern verfügt, gesichert sind, während das Robert-Koch-Institut (RKI) für Deutschland nur Schätzungen der Erkrankungszahlen abgeben kann. Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakarzinom sind noch immer die „Spitzenreiter“ unter den Neuerkrankungen. Allerdings sind die Sterberaten beim Lungenkrebs und beim Melanom (schwarzer Hautkrebs) am höchsten. Die Expertin erläuterte in ihrem Grußwort: „Der Grund für die steigenden Erkrankungszahlen ist nicht nur die demographische Entwicklung. Zunehmend mehr junge Patienten bedürfen der ganz besonderen Betreuung und einer optimalen Behandlung.“ (ad)

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