Ärger um Studien: Mikroben in der U-Bahn

Heilpraxisnet

Ärger um Studie: Mikroben in New Yorker U-Bahn

08.02.2015

Multiresistente Bakterien, Milzbrand- und Pesterreger: Forscher haben in der New Yorker U-Bahn über 600 bekannte Mikrobenarten gefunden. Die Behörden warnen jedoch vor Panikmache. Auch auf Geldscheinen lassen sich viele Bakterien finden.

Behörden in New York warnen vor Panikmache
Wissenschaftler haben in der New Yorker U-Bahn mehr als 600 bekannte Mikrobenarten gefunden. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, entdeckten die Forscher der Cornell-Uni unter anderem Viren, Bakterien und Pilze. Den Angaben zufolge befanden sich darunter auch krankheitserregende Bakterien, die resistent gegen Medikamente sind sowieDNA-Spuren von nicht mehr ansteckenden Pest- und Anthraxerregern (Milzbrand). Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler Hunderte weitere Mikroben keinem existierenden Lebewesen zuordnen. Die Behörden in New York zeigen sich nun aber wenig amüsiert über die Studie. Sie warnen vor Panikmache. Wie mitgeteilt wurde, sei das Papier extrem fehlerhaft und irreführend.

Tausende Bakterienarten auf Geldscheinen
Erst im Dezember wurde berichtet, dass Forscher der New York University (NYU) auf Geldscheinen eine überraschend hohe Anzahl von Mikroben entdeckt haben. Die Wissenschaftler stellten demnach in dem sogenannten „Dirty Money Project“ fest, dass über Geld Hunderte verschiedener Bakterienarten weitergegeben werden. Die NYU-Forscher identifizierten bei der Untersuchung des genetischen Materials auf Ein-Dollar-Noten 3.000 Arten von Bakterien. Durch die Erreger auf den Geldscheinen können verschiedene Infektionskrankheiten ausgelöst werden. Die NYU nannte unter anderem Magengeschwüre, Lungenentzündungen und Lebensmittelvergiftungen als mögliche Folgen. (ad)

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Bild: Sebastian Karkus / pixelio.de