Ärzte wollten Maschinen schon stoppen – Dann erwacht Einjährige aus dem Koma

Alfred Domke
Einjähriges Mädchen erwacht aus dem Koma als Ärzte Maschinen abstellen wollen
Ein schwerkrankes einjähriges Mädchen lag seit Monaten im Koma, als die Ärzte beschlossen, die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen. Doch dann erwachte das kleine Kind ohne jedes Zutun. Nun kann seine Tochter „den Kampf weiter kämpfen“, so ihr Vater.

Künstliches Koma zum Schutz des Organismus
Manche Menschen fallen nach schweren Kopfverletzungen ins Koma, oder auch aufgrund von Hirninfektionen, Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt. Doch einige werden auch in ein künstliches Koma versetzt. Dieses wird in der Medizin zum Schutz des Organismus genutzt. So auch bei einem kleinen Mädchen in Frankreich, das wegen einer Viruserkrankung ins künstliche Koma versetzt wurde. Bei ihr wurde jedoch keine Verbesserung des Zustands erreicht. Als die Ärzte beschlossen, die Maschinen abzustellen, erwachte die Kleine.

In Frankreich wurde ein kleines Mädchen wegen einer schweren Viruserkrankung in ein künstliches Koma versetzt. Ihr Zustand besserte sich aber nicht. Die Ärzte wollten daher die lebenserhaltenden Maschinen abstellen. Dann erwachte die Einjährige. (Bild: sudok1/fotolia.com)
In Frankreich wurde ein kleines Mädchen wegen einer schweren Viruserkrankung in ein künstliches Koma versetzt. Ihr Zustand besserte sich aber nicht. Die Ärzte wollten daher die lebenserhaltenden Maschinen abstellen. Dann erwachte die Einjährige. (Bild: sudok1/fotolia.com)

Ärzte gaben die Hoffnung auf
Vor über zwei Monaten wurde die kleine Marwa in der Klinik „La Timone“ in Marseille in ein künstliches Koma versetzt. Laut Medienberichten hatte ein aggressives Virus ihr Herz und das zentrale Nervensystem angegriffen. Doch die Wochen vergingen, ohne dass sich der Zustand der jungen Französin verbesserte. Die Mediziner gaben die Hoffnung auf.

Im November wollte das Krankenhaus die lebenserhaltenden Maßnahmen für das Kleinkind einstellen. Begründet wurde dies auch damit, dass das Mädchen – sollte es doch noch aus dem Koma erwachen – nicht mehr fähig sei, alleine zu atmen oder zu essen. Die Ärzte gehen davon aus, dass ihr Gehirn irreversibel geschädigt ist.

Patientin wachte ohne jedes Zutun auf
Doch die Eltern kämpften dafür, dass die Behandlung ihrer Tochter fortgesetzt wird. Sie starteten eine Petition, die mittlerweile von mehr als 116.000 Menschen unterzeichnet wurde. Täglich berichteten sie auf der Facebook-Seite „Jamais sans Marwa“ („Niemals ohne Marwa“) über die Situation der kleinen Patientin.

Vom Verwaltungsgericht Marseille wurde schließlich beschlossen, die Behandlung vorerst fortzusetzen. Der Gesundheitszustand des Mädchens sollte von den Ärzten genauer untersucht werden.

Kurz darauf kam es dann zu dem Ereignis, das viele nun als „Wunder“ bezeichnen: Marwa wacht ohne jedes Zutun aus dem künstlichen Koma auf.

Einjährige ist weiter in Behandlung
Den Angaben zufolge ist der Zustand des Mädchens, das sich weiterhin in der Klinik in Behandlung befindet, noch immer kritisch. Ihre Organe seien aber gesund. Der Vater der Einjährigen sagte gegenüber französischen Medien, es gebe Fortschritte.

„Mein kleines Wunder kann mich anlächeln, endlich den Kampf weiter kämpfen“, schrieb er auf Facebook.

„Ihre Behandlung geht weiter, aber wir sehen die tägliche Entwicklung und die gibt uns große Hoffnung“, sagte der Vater der Nachrichtenseite „Nice-Matin“. „Wenn ich mit ihr rede, hört sie meine Stimme, sie reagiert, manchmal lächelt sie.“ (ad)