AOK-Warnung: Vermeiden Sie zu hohen Zuckerkonsum

Fabian Peters
Experte fordert besseren Schutz vor Zucker für Kinder
Zucker ist ein sehr ungesundes Lebensmittel, das als Zutat in einem Großteil der Nahrungsmittelprodukte unser heutigen Gesellschaft verwendet wird. Für viele Menschen wäre ein Leben ohne den Süßmacher unvorstellbar. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit wird sehr viel Zucker in jeglicher Form verzehrt. Die Experten von der AOK warnten daher in einer aktuellen Pressemeldung vor den Auswirkungen des Zuckers.

Zu viel Zucker ist ungesund. Diesen Satz haben sicher schon fast alle Kinder irgendwann einmal gehört. Aber trotzdem ist auch bei Erwachsenen kein anderes Lebensmittel so beliebt wie der Süßmacher. Dabei sollte nie vergessen werden, dass zu viel Zucker dem menschlichen Körper schadet. Eine Aufklärung der Verbraucher, über die Folgen des Zuckerkonsums sei dringend notwendig, erklärten die Experten der AOK.

Der durchschnittliche Zuckerkonsum ist in Deutschland deutlich zu hoch. Es drohen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit. (Bild: krmk/fotolia.com)
Der durchschnittliche Zuckerkonsum ist in Deutschland deutlich zu hoch. Es drohen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit. (Bild: krmk/fotolia.com)

Zucker in vielen Getränken und Lebensmitteln
Zucker ist in fast allen unseren alltäglichen Lebensmitteln enthalten. Somit ist es schwer, nicht zu viel Zucker über den Tag verteilt zu konsumieren. Morgens nehmen wir oft schon Zucker im Toastbrot zu uns, in einer Fertigpizza zum Mittagessen ist ebenfalls viel Zucker enthalten und abends vor dem Fernseher essen viele gerne noch etwas Schokolade oder ähnliche Süßigkeiten. Wenn man nun noch bedenkt, wie viel Zucker in unseren Getränken steckt, ist es wirklich kein Wunder, dass der durchschnittliche Deutsche viel zu viel Zucker konsumiert.

Experte fordert Werbeverbot für Süßigkeiten im Kinderfernsehen
Es sei sehr wichtig, dass vor allem unsere Kinder vor Zucker geschützt werden, erläuterte der Experte für Prävention, Dr. Kai Kolpatzik von der AOK. Die negativen gesundheitlichen Folgen von Zucker könnten das Leben von unseren Kindern stark beeinflussen und sie dann ihr ganzes Leben lang verfolgen. Der Mediziner sprach sich aus diesem Grund für ein Werbeverbot für Süßigkeiten im Kinderfernsehen aus. Außerdem sollten keinesfalls Süßigkeiten- und Softdrink-Automaten in Schulen aufgestellt werden, fügte Dr. Kolpatzik in der AOK-Pressemitteilung hinzu. Der Experte forderte zusätzlich eine verständlichere Kennzeichnung auf Lebensmittelpackungen. Die Kennzeichnung sollte für jeden Menschen leicht verständlich sein und und keine Frage offen lassen. Der Mediziner befürwortete eine Art Ampelsystem für den Zuckergehalt in unseren Lebensmitteln. Solche leicht verständlichen Nahrungsmittelangaben, würden aber nach wie vor in Deutschland fehlen, kritisierte der AOK Experte. Jeder Mensch müsse am Ende jedoch selber darauf achten, ein gesundes Leben zu führen und nicht zu viel Zucker zu konsumieren, betonte Dr. Kolpatzik.

Softdrinks und Fertigprodukte vermeiden
Aber wie können wir in unserem Alltag weniger Zucker zu uns nehmen? Worauf sollten wir bei unserer Ernährung besonders achten und welche Produkte enthalten besonders viel Zucker? Jeder Mensch sollten darauf aufpassen, dass er Süßigkeiten und Softdrinks nur in geringen Mengen verzehrt. Solche Produkte enthalten fast immer sehr viel Zucker. Wir sollten zudem generell möglichst mit frischen Zutaten kochen und bei allen Fertigprodukten genau die Liste der enthaltenen Inhaltsstoffe kontrollieren, erläutert der Experte. Es sei auch sehr wichtig regelmäßige Mahlzeiten zu konsumieren, da dadurch der Blutzucker auf einem konstanten Wert bleibe, erläuterte Dr. Kolpatzik. Wenn unser Blutzucker zu stark abfällt, könne es sein, dass wir eine Art Heißhunger entwickeln. Sollten Sie entsprechende Lust auf etwas Süßes bekommen, greifen Sie besser zu Obst und Trockenfrüchten bevor Sie die Tüte Gummibärchen oder eine Packung Schokolade öffnen, so der Experte weiter. Auch eine ungesüßte Tasse Kaffee könne in solchen Fällen helfen, fügte Kolpatzik hinzu.(as)