Blaue Lichtimpulse gegen Schuppenflechte

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Blaue Lichtimpulse bei Schuppenflechte: Photochemischer Prozess soll Beschwerden sanft lindern

12.07.2012

Argwöhnische Blicke, Schamgefühle, mangelndes Selbstvertrauen – der Leidensdruck beim Krankheitsbild Schuppenflechte ist enorm. Doch damit nicht genug: Wen es trifft, trifft es für immer. Denn die sogenannte Psoriasis gilt bisher als unheilbar. Quälender Juckreiz, entzündete, gerötete und schmerzende Hautstellen am ganzen Körper und die peinlichen Spuren des rasanten Zellwachstums in Form silbriger Schuppen – meist als unangenehmstes Symptom empfunden – machen Betroffenen ein unbeschwertes Leben oft unmöglich. Mit der gepulsten Blaulichttherapie lassen sich die Beschwerden jedoch meist effektiv und nachhaltig in den Griff bekommen, ohne schädliche Nebenwirkungen fürchten zu müssen.

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„Das laserähnliche Licht setzt einen photochemischen Prozess in Gang, der die krankhaft beschleunigte Zellerneuerung reguliert und Entzündungen abklingen lässt,“ erklärt Dr. Marcella Kollmann-Hemmerich, Fachärztin für Dermatologie an der Lichtklinik München, das Wirkprinzip der gepulsten Blaulichttherapie. Im Vergleich zu anderen Standardtherapien trifft das spezielle Licht jedoch nur auf die kranken Zellen und schont das gesunde Gewebe. Meist bessert sich das Hautbild bereits nach ein bis drei Behandlungszyklen deutlich. Die Haut kommt wieder ins Gleichgewicht, Juckreiz und Abschuppung lassen nach. „Viele Patienten berichten, dass die positiven Wirkungen der blauen Lichtblitze über viele Monate oder sogar Jahre anhalten und sich ihre Lebensqualität erheblich verbessert,“ weiß Dr. Kollmann-Hemmerich. Kein ständiges Eincremen mehr, keine Angst vor dem Krebsrisiko bei UV-Bestrahlung oder den unerwünschten Folgen dauerhafter Cortisonanwendung. Immer mehr Betroffene setzen daher auf die neue Behandlungsform als Alternative zu üblichen Therapieformen.

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich die gepulste Blaulichttherapie besonders bei entzündlichen und allergischen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen hilft,“ berichtet Dr. Kollmann-Hemmerich. Auch bei Psoriasis pustulosa – einer besonderen Form der Schuppenflechte, die mit Pustelbildung und schmerzhaften Rissen an Händen und Füßen einhergeht – erzielen wir damit gute Resultate.“ Private und auch einige gesetzliche Kassen bewilligen die Behandlung, vor allem in schweren Fällen oder bei bestehender Gegenanzeige für andere schulmedizinische Maßnahmen. Ansonsten kostet eine Therapieeinheit etwa 180 Euro. (pm)

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