Brennender LKW legt Eurotunnel lahm

Heilpraxisnet

Brennender LKV im Eurotunnel: Betroffene erhalten Gasmasken

18.01.2015

Der Eurotunnel zwischen Frankreich und England verläuft unter dem Ärmelkanal 40 Meter unter dem Meeresboden. Ein brennender LKW hat den Verkehr in beiden Röhren am Samstag zum Erliegen gebracht. CO2-Detektoren hatten Rauch festgestellt, Betroffene erhielten Gasmasken. Von hohen CO2-Konzentrationen gehen gesundheitliche Gefahren aus.


Gesamter Bahnverkehr im Eurotunnel lahmgelegt
Ein brennender Lastwagen hat im Bahntunnel unter dem Ärmelkanal den gesamten Zugverkehr zum Erliegen gebracht. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, teilte die Zug-Betreibergesellschaft Eurostar am Samstag mit, dass alle Züge in ihre Heimatbahnhöfe zurückbeordert worden seien, nachdemCO2-Detektoren Rauch festgestellt hätten. In London, Paris und Brüssel warteten den Angaben zufolge mehrere Hundert Reisende vergebens auf ihre Züge. In britischen Medien berichteten Betroffene, wie sie aus den Zügen geholt und mit Gasmasken ausgestattet wurden. „Wir wurden in einen Betonbunker gebracht“, erklärte einer der Passagiere.

Keine Berichte über Verletzte
„Ein Feuer auf einem Lastwagen hat zur Schließung beider Tunnelröhren geführt“, so ein Sprecher der Polizei in der britischen Grafschaft Kent. Über Verletzte gebe es keine Berichte. Der Vorfall habe sich nahe der französischen Küste ereignet. Passagiere müssten sich auf lange Wartezeiten einstellen, da vor der Wiederinbetriebnahme das defekte Fahrzeug beseitigt und der Rauch aus dem Tunnel geleitet werden müsse. Der Vorfall ereignete sich in der Röhre, in der es für Lastwagen eigene Fracht-Züge gibt.

Gesundheitsschädliche Wirkung von CO2
Eine hohe CO2-Konzentration kann für Menschen gefährlich werden. Die gesundheitsschädliche Wirkung von CO2 liegt in erster Linie in der Verdrängung von Sauerstoff. Im Freien beträgt die CO2-Konzentration etwa 0,04 Prozent. Bei fünf Prozent CO2-Konzentration reagiert der Mensch Experten zufolge mit Schwindel und Kopfschmerzen. Bei Konzentrationen von acht bis zehn Prozent kommt es zu Atemnot, Schwächeanfall und Bewusstlosigkeit und nach 30 bis 60 Minuten tritt dann der Tod ein. Bei einer 20-prozentigen CO2-Konzentration kommt es zur sofortigen Bewusstlosigkeit und zum Tod nach wenigen Minuten. (ad)

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Bildnachweis: Peter von Bechen / pixelio.de