DKV fusioniert mit Victoria Krankenversicherung

Heilpraxisnet

DKV fusioniert mit der Victoria Krankenversicherung: Durch den Zusammenschluss können Versicherte die Tarife des jeweils anderen in Anspruch nehmen.

Die privaten Krankenversicherungen DKV und die Victoria Krankenversicherung haben am ersten Oktober rückwirkend zum ersten Januar 2010 fusioniert. Das Krankenversicherungsgeschäft wird unter dem Handelsnamen DKV fortgeführt.

Nach der Fusion umfasst die neue Versicherungsgesellschaft ein Mitgliedsstamm von rund 4,4 Millionen Versicherte. Die Beitragseinnahmen werden demnach auf rund 4,5 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Damit avanciert die DKV zur größten privaten Krankenversicherung in Deutschland.

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Für die Versicherten ändert sich ein paar Einzelheiten. Von Vorteil könnte sein, dass nun alle Mitglieder Zugang zu den unterschiedlichen PKV Tarifen haben. So können die Mitglieder gleichzeitig auf die DKV sowie auf die Victoria Tarife zugreifen. Durch diese Option erhofft sich die Versicherung eine Stärkung von Neuabschlüssen. Ehemalige Victoria Versicherte können zudem auf das DKV betriebene Ärzte- und Zahnärztenetzwerk zugreifen. Hierdurch soll den Versicherten nach Angaben des Unternehmens eine qualitäts-gesicherte privatärztliche und privatzahnärztliche Versorgung ermöglicht werden. So kann bei einer schweren Erkrankung innerhalb von kurzer Zeit ein spezialisierter Facharzt vermittelt werden. Wichtig: Trotz des Zusammenschlusses werden alle vorhandenen Versicherungsverträge auch weiterhin mit allen Rechten und Pflichten fortbestehen. Lediglich der Name der Versicherung ändert sich für die Victoria-Krankenversicherten. Sie sind dann bei der DKV versichert.

Zum ersten Januar 2011 wird zudem die ehemalige hessische Gesundheitsministerin Silke Lautenschläger in den DKV Vorstand wechseln. Sie war in den Jahren von 2001 bis 2009 als Landesministerin für Soziales unter anderem auch für Gesundheit verantwortlich, anschließend für Umwelt, Energie, Landwirtschaft sowie Verbraucherschutz. Mit Fusionsbedingten Kündigungen müssen die Angestellten nicht rechnen, wie das Unternehmen mitteilte. (sb, 07.10.2010)