Drohnen sollen Blut für Klinken transportieren

Heilpraxisnet

Blut-Express Kurier mit Charme

08.10.2014

Frankfurt. Drohnen sollen nach dem Willen der Frankfurter Krankenhäuser in Zukunft den Transport von Blutkonserven übernehmen, um in Notfällen Zeit zu sparen. Dabei können die zwei Fluggeräte wetterunabhängig und nahezu selbstständig über problematische Verkehrslagen hinweg operieren und so drei Krankenhäuser der Gruppe mit Blutkonserven versorgen. Pro Jahr gibt es 50- 70 Notfälle, in denen Transporte zwischen den Kliniken nötig sind.

"Der Charme ist, dass wir lebensrettende Substanzen verschicken, keine Bücher", sagte Dennis Göbel, der Geschäftsführer der Agaplesion Frankfurter Diakonie-Kliniken, am Montag in Frankfurt der „dpa“.

Streit um Genehmigung
Obwohl der Buchgroßhändler Amazon und die Post derzeitig Tests mit Drohnen durchführen und auf Juist bereits eine Kurierdrohne zum Arzneimitteltransport im Einsatz ist, ist es dennoch fraglich, ob diese Drohnen in Betrieb gehen, da die Behörden eine Genehmigung des Betriebes kritisch sehen. "Das ist so nicht genehmigungsfähig", sagte eine Sprecherin des zuständigen Regierungspräsidiums Darmstadt der „Frankfurter Rundschau“ (FR, Dienstag).
Dennis Göbel sieht dagegen aufgrund der Redundanz der Fluggeräte, der selbstständigen Kontrolle des Akkustatus und der 50-prozentigen Unterschreitung der Ladekapazitäten des Fluggerätes keine Probleme beim Betrieb. "Sie fliegt weiter, selbst wenn einer oder mehrere der acht Motoren ausfallen", so Göbel gegenüber „hr-online“. Bei einem Ausfall des GPS fliege die Drohne selbstständig zum Ausgangspunkt zurück. (jp)

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Bild: Jörg Brinckheger / pixelio.de