Eiweißlieferanten: Tofu soll besser als tierisches Eiweiß sein?

Alfred Domke
Wichtiger Eiweißlieferant: Tofu besteht aus gequetschten Sojabohnen
Sei es aus ökologischen, ethischen oder gesundheitlichen Gründen: Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, weniger Fleisch zu essen. Die Versorgung mit Eiweiß stellt aber auch für sie kein Problem dar, es gibt genügend pflanzliche Alternativen, unter anderem Tofu. Viele wissen gar nicht wie der Fleisch-Ersatz genau zustande kommt.

Vegetarische Alternativen zu Fleisch
Vegetarische und vegane Lebensmittel haben in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt. Auch immer mehr Fleischesser greifen öfter auf pflanzliche Produkte zurück. Als vegetarische Alternativen zu Fleisch kommt vor allem Tofu zum Einsatz. Dieser ist kalorienarm und enthält viele wertvolle Nährstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen sowie B-Vitamine und E-Vitamine. Vor allem aber ist er sehr eiweißreich.

Tofu ist vor allem für viele Vegetarier und Veganer eine wichtige Eiweißquelle. Der relativ geschmacksneutrale Block wird aus gequetschten Sojabohnen gewonnen. (Bild: Manuel Adorf/fotolia.com)
Tofu ist vor allem für viele Vegetarier und Veganer eine wichtige Eiweißquelle. Der relativ geschmacksneutrale Block wird aus gequetschten Sojabohnen gewonnen. (Bild: Manuel Adorf/fotolia.com)

Tofu als wichtige Eiweißquelle
„Bei vielen Veganern und Vegetariern ist Tofu als wichtige Eiweißquelle beliebt“, schreibt die Verbraucherzentrale Bayern in einer aktuellen Mitteilung. Die meisten Menschen wissen zwar, dass Tofu ein weißer, relativ geschmacksneutraler Block ist, doch wie er zustande kommt, ist vielen unbekannt.

Für Tofu werden gequetschte Sojabohnen mit Wasser gekocht und filtriert, erläutern die Experten. Zu der so gewonnenen Sojamilch wird Calciumsulfat oder Magnesiumchlorid gegeben, so dass sie gerinnt. Durch Pressen wird anschließend die überschüssige Flüssigkeit entfernt.

Seidentofu hat mehr Restfeuchtigkeit
„Zu unterscheiden ist zwischen festem und weichem Tofu“, erklärt Silke Noll, Ernährungsexpertin der bayerischen Verbraucherzentrale. Weicher Tofu, der auch Seidentofu genannt wird, hat noch viel Restfeuchtigkeit. Man kann ihn wie Pudding löffeln. Er eignet sich gut zum Herstellen von Süßspeisen. Fester, trockener Tofu dagegen ist schnittfest und ähnelt in seiner Konsistenz gegartem Fleisch. Er wird eher für herzhafte Gerichte verwendet.

Naturbelassener Tofu ist geschmacksneutral, lässt sich aber vielfältig zubereiten und würzen. Leckere Tofurezepte finden sich unter anderem im Internet. (ad)