Erhöhtes Risiko: Herzkranke müssen mit Lungenentzündung umgehend zum Arzt

Alfred Domke

Herzschwäche: Lungenentzündung birgt für Herzkranke ein hohes Risiko

Wer an einer Herzschwäche leidet und sich eine Lungenentzündung zuzieht, muss unbedingt sofort zum Arzt. Denn durch diese Kombination wird das Herz noch mehr gefordert. Meist ist eine Antibiotikatherapie im Krankenhaus nötig.

Lungenentzündung kann tödlich enden

Gesundheitsexperten zufolge erkranken jährlich etwa 800.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenentzündung. Die gefährliche Krankheit kann tödlich enden. Die Zahl der Todesfälle durch Pneumonie wird hierzulande auf etwa 35.000 pro Jahr geschätzt. Für Menschen mit einer Herzschwäche kann die Erkrankung besonders gefährlich werden.

Wer an Herzschwäche leidet und sich eine Lungenentzündung zuzieht, muss unbedingt sofort zum Arzt. Denn die Kombination dieser Krankheiten stellt eine enorme Belastung für das Herz dar. (Bild: tibanna79/fotolia.com)

Gefährliche Kombination aus Lungenentzündung und Herzschwäche

Bei Lungenentzündungen (Pneumonien/Bronchopneumonien), die gehäuft bei Patienten mit Herzschwäche auftreten, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung hin.

„Die Kombination aus Lungenentzündung und Herzschwäche ist gefährlich, weil das schon geschwächte Herz häufig noch mehr gefordert wird als der geschwächte Herzmuskel leisten kann“, erklärt Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Laut den Experten kann nur eine konsequente Antibiotikatherapie im Krankenhaus (durchgeführt über die Venen) gleich zu Beginn der Infektion einen gefährlichen Verlauf verhindern.

Experten raten zur Impfung

Die Stiftung empfiehlt Patienten mit Herzschwäche, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen, um sich vor einem gefährlichen Verlauf der Herzkrankheit zu schützen.

„Eine Grippeimpfung schützt vor Krankenhausaufenthalten und verbessert die Lebenserwartung. Auch eine Pneumokokkenimpfung kann bei Patienten mit Herzschwäche in Erwägung gezogen werden“, so der Kardiologe.

Betroffene sollten dies am besten mit ihrem Arzt besprechen. (ad)